Aus der Arbeit der CDU-Kreistagsfraktion Lahn-Dill

CDU-Kreistagsfraktion besuchte HENSOLDT Optronics
Hightech im Bereich der wehrtechnischen Optronik

Aus aktuellem Anlass waren jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion zu Gast in der Betriebsstätte Wetzlar der Firma HENSOLDT Optronics, um sich von Wolfgang E. Kaiser und Timo Burzel die aktuelle Entwicklung am Standort Wetzlar darstellen zu lassen.

Am HENSOLDT-Standort in Wetzlar beschäftigt das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter, die für einen Umsatz von 40 Millionen Euro sorgen. Wolfgang Kaiser erläuterte, dass die HENSOLDT AG weltweit 6400 Mitarbeiter habe. Der Firmenname des Traditionsunternehmens gehe auf den Gründer der Firma, Moritz Hensoldt, zurück, der sein Unternehmen 1861 gründete. Ein Neubau im Industriepark Spilburg sei im Bau. Dort würden in moderner Arbeitsumgebung die Betriebsabläufe optimiert und somit die Bedürfnisse des Kunden wesentlich schneller umgesetzt.

In Wetzlar stellt das Unternehmen Geräte zur Aufklärung aller Art her, von Visieren für Handfeuerwaffen bis zu optronischen Systemen, beispielsweise für Panzerhaubitzen oder das schultergestützte Wirkmittel 90 zur Panzerabwehr. In Zusammenarbeit mit der griechischen Firma Theon wird in Wetzlar zudem in einer neuen Gesellschaft mit dem Namen HENSOLDT THEON NightVision GmbH ein Auftrag für die deutschen und belgischen Streitkräfte mit der Lieferung von Nachtsichtbrillen der neusten Generation abgewickelt.

Die Auftragslage sei gut. In diesem Zusammenhang erwähnte Kaiser auch, dass nicht zuletzt durch den verbrecherischen Überfalls Russlands auf die Ukraine die Bedeutung des Militärs insgesamt im Bewusstsein der Öffentlichkeit drastisch gestiegen sei.

Die CDU, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, der Kreisbeigeordnete Ronald Döpp, die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Lisa Schäfer, Kreistagsvorsitzender Johannes Volkmann und Kreistagsabgeordneter Daniel Steinraths, begrüße ausdrücklich, dass der Wehretat steigen solle, bemängele aber die Umsetzung, denn beispielsweise sei von dem sogenannten „Sondervermögen 100 Milliarden Euro“ für die Ausstattung der Bundeswehr und neue Waffensysteme in Wetzlar konkret noch nichts angekommen. Deutschland sei nicht nur eine wehrhafte Demokratie, sondern zur Wehrhaftigkeit gehöre auch die Verteidigungsfähigkeit gegenüber potenziellen Aggressoren. Dies sei in den letzten Jahren im Bewusstsein der Politik und der Bevölkerung gesunken. Der Krieg in der Ukraine mache die Notwendigkeit der Verteidigungsfähigkeit deutlicher als je zuvor.

Zur Bearbeitung bestehender Aufträge und für die Entwicklung neuer wehrtechnischer optronischer Systeme benötige das Unternehmen allerdings Fachleute für alle Berufsgruppen, vornehmlich im Bereich Software und Elektronik, so Kaiser. Das berufliche Ausbildungsangebot werde mehr als bisher ausgebaut. Wenn Schüler ein Praktikum machen wollten, seien sie herzlich willkommen. Man sei gerne bereit, junge Menschen die Arbeitswelt näher zu bringen und ihnen damit eine berufliche Orientierung zu bieten.

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Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier

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