Sprachpolizei in Berlin

Aus Asylbewerbern werden „Schutzsuchende“

„Sprache ist auch Herrschaft über uns, über unser Denken“, so schrieb einstmals Professor Bernhard Großfeld in der „Neuen Juristischen Wochenschrift“. Denn wer die Sprache habe, habe auch die Macht. Genauso ist es. So ist die Verballhornung der deutschen Sprache der gezielte Versuch, das Denken zu verändern, das Ganze natürlich aus linker Handschrift.

Sprachpanscher in Berlin

Im Bundesland Berlin, rot-rot-grün regiert, gibt es nichts, was es nicht gibt. Es gibt dort ein Antidiskriminierungsgesetz. Polizeibeamte, die im berüchtigten Görlitzer Park einen Schwarzen kontrollieren, weil die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass dieser dort mit Drogen handelt (die Oma mit der Handtasche wird es vermutlich nicht tun und der alte weiße Mann mit Hut auch nicht) haben möglicherweise ein Problem, denn der Dunkelhäutige, erkennbar mit Migrationshintergrund, könnte den Polizeibeamten sagen, ich werde nur gefilzt, weil ich eine andere Hautfarbe habe. Spätestens in diesem Moment greift das Antidiskriminierungsgesetz, denn der Berliner Polizeibeamte muss nachweisen (wie das gehen soll?), dass er nicht aus rassistischen, ausländerfeindlichen Gründen diesen Menschen kontrolliert hat. In Berlin Polizeibeamter zu sein, macht wirklich keinen Spaß.

Leitfaden für „diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch“

Aus diesem rot-rot-grünen Tollhaus gibt es eine weitere Steigerung. Es gibt eine sogenannte Empfehlung für „diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch“ des Landeskriminalamtes, ausgearbeitet von der „Beauftragten für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Alles völlig überflüssige Jobs, die der Steuerzahler bezahlen muss, in dem es darum geht, den Beamten in Berlin zu erklären, welche Begriffe „angemessen“ sind, wobei man hinzufügen muss, Berlin hat erklärt, es seien ja „nur Empfehlungen“. Aber wer die Lebenswirklichkeit kennt, weiß, wenn Beamte diesen sogenannten Empfehlungen nicht folgen, ist die Wahrscheinlichkeit nicht ganz von der Hand zu weisen, dass dies Auswirkungen auf den Fortgang ihrer beruflichen Karriere hat.

Aus „südländisch“ wird „westasiatisch“

Wenn in der Zeitung steht, „südländischer Typ“, dann kann man sich in etwa etwas darunter vorstellen. Künftig sollen diese nicht mehr so benannt werden, sie mutieren zu „westasiatischen“ Menschen. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, erklärte dazu, dass in Berlin häufig junge Männer aus der Türkei, dem Irak oder dem Libanon in Straftaten verwickelt seien. Wenn diese dann als „Westasiaten“ bezeichnet würden, verwische dies die Lebenswirklichkeit. Recht hat er.

Aus Asylbewerber wird „schutzsuchender Mensch“

Von Begriffen wie „Asylbewerber“ wird klar abgeraten“, da der Begriff mittlerweile „stark negativ besetzt“ sei. Selbst der Begriff „Flüchtling“ wird dort kritisiert, weil er Menschen „auf einen Teil ihrer Biografie reduziert“ und mittlerweile „stark negativ besetzt“ sei.

Polizei hat andere Probleme

Die Polizei in Berlin, schlecht ausgestattet, von der politischen Führung in der Regel im Regen stehengelassen, hat angesichts der Kriminalitätsentwicklung andere Probleme. Clan-Kriminalität ist das eine, No-go-Areas das andere, Islamisten, Drogendealer, Schutzgelderpressung… Diesen Katalog könnte man leider fast unbegrenzt fortführen. Damit hat die Berliner Polizei wahrlich genug zu tun.

Der Hamburger Bundestagsabgeordnete der CDU, Mitglied im Innenausschuss, Christoph de Vries, brachte es auf den Punkt. Die Berliner Polizei habe Vertrauen und politische Rückendeckung verdient statt eines links-grünen Sprachkodex und es werde nicht besser, wenn man die Dinge nicht beim Namen nenne. Recht hat er.

Aktuelle Ausgabe2/2024