Aus der Arbeit der CDU Kreistagsfraktion Lahn-Dill

Ausbreitung des Wolfes begrenzen
Lahn-Dill-Kreis muss Wolfspräventionsgebiet werden

Seit dem Jahr 2000 verbreitet sich der Wolf mit einer exponentiellen Wachstumsrate in Deutschland. Bedingt durch diese dynamische Ausbreitung und der ständig steigenden Zahl von Sichtungen, Nachweisen und Rissen steigen aus Sicht der CDU-Kreistagsfraktion nicht nur die Sorgen von Weidetierhaltern, sondern auch von Bürgern aus dem Lahn-Dill-Kreis, denn die ersten mehrfachen Sichtungen und Risse durch Wölfe hat es im Lahn-Dill-Kreis bereits gegeben.

Daher sei es, so CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer und seine Fraktionskollegin Lisa Schäfer, nötig, die Ausweitung prinzipiell zu begrenzen und die Sorgen der Tierhalter, Jäger und Menschen ernst zu nehmen. Dazu müsse aus Sicht der Union der gesamte Lahn-Dill-Kreis vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie als Wolfspräventionsgebiet eingestuft werden. Eine genaue Datengrundlage zur Ausbreitung und Anzahl der Wölfe liegt auf Landes- und Bundesebene aktuell nicht vor. Nach zahlreichen Hinweisen gibt es in Hessen mehr Wölfe als das Monitoring des Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie vermuten lässt. Daher fordert die Union eine Populationsstudie, die den Erhaltungszustand des Wolfes ermittelt und mit verlässlichen Zahlen die Grundlage für ein aktives Bestandsmanagement darstellt.

Eine Wolfsobergrenze müsse durch den Bund eingeführt werden. Gleichzeitig sei die Bundesregierung aufgefordert, ein effektives Wolfsmanagement nach dem Vorbild zum Beispiel von Schweden einzuführen, das dem Schutz von Weidetieren, den Bedürfnissen der Menschen und dem Schutz des Wolfes gleichermaßen Rechnung trage.

Dazu gehöre zum Beispiel, die vereinfachte Möglichkeit für eine rechtssichere Wolfsentnahme, also Abschuss, im Rahmen eines Bestandsmanagements zu schaffen. Außerdem sei die Forderung an die Bundesregierung, bei der EU den Antrag zu stellen, den Wolf von Anhang 4 in Anhang 5 der FFH-Richtlinie neu einzustufen, so dass bei einem günstigen Erhaltungszustand des Wolfes ein effektives Wolfsbestandsmanagement erfolgen könne. Im Übrigen müssten Bereiche, in denen effektiver Härteschutz zu vertretbaren Kosten nicht umzusetzen sei, als wolfsfreie Zonen definiert werden, so dass dort ein entsprechender Abschuss erleichtert werden könne.

Der Wolf, so Irmer und Schäfer, gehöre nicht in eine dichtbesiedelte Kulturlandschaft, sondern dorthin, wo es reichlich Platz gebe und die Begegnung mit Menschen wenig möglich sei.

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Lisa Schäfer
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Aktuelle Ausgabe01.02.