Habecks AKW-Pirouetten


Kernkraft im März unnötig - Kernkraft im Oktober nötig

Die Nutzung der Kernenergie, für denkende Bürger eigentlich eine logische Sache, ist für die Grünen des Teufels. Diejenigen, die aus der Anti-AKW-Bewegung gekommen sind, haben Jahrzehnte gegen jede Form von Kernkraft gekämpft, bis heute, obwohl Deutschland energiepolitisch gesehen das Wasser bis zum Halse steht. An der Spitze der Kraftwerksgegner Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

März 2022

Bei der im März bereits stattgefundenen Debatte über die weitere Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke - herausgekommen ist jetzt ein Machtwort von Scholz bis April nächsten Jahres – was auch nicht ansatzweise ausreicht, erklärte Bundeswirtschaftsminister Habeck, dass die Verlängerung der AKW-Laufzeiten keine (!) zusätzlichen Strommengen bringen würde. Er fügte hinzu, für den Weiterbetrieb müsse man massiv in die Sicherheitstechnik investieren. Außerdem würden Klagen drohen, die den Betrieb verhindern könnten.

Oktober 2022

Aufgrund der Richtlinienkompetenz des Kanzlers müssen nun die genannten drei AKW bis April 2023 weiterlaufen. Das Ganze muss natürlich gesetzlich fixiert werden. Im Gegensatz zur Behauptung im März heißt es heute im Gesetzentwurf, dass die Verlängerung der Laufzeiten einen „positiven Beitrag zur Energieversorgungssicherheit“ und für die „Netzsicherheit“ leisten würden.

Spätestens hier stellt sich die Frage, was haben Habeck und seine NGO-Kombattanten im Wirtschaftsministerium den Bürgern eigentlich für einen Bären aufbinden wollen? Wussten Sie es nicht besser? Haben sie die Öffentlichkeit aus ideologischen Gründen angelogen? Es wäre an der Zeit für Habeck, sich zu erklären, wie solch diametrale Aussagen in wenigen Monaten möglich sind.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe12/2022