Hamburg

Grüner Senator gegen Bau von Einfamilienhäusern
Er selbst genießt eigenes Einfamilienhaus

Das Sprichwort von Wasser predigen und Wein trinken dürfte auf den Hamburger Umweltsenator Jens Kerstan von den Grünen so zutreffend sein wie kaum ein anderes. Er hat aktuell gefordert, dass keine Einzelhäuser mehr gebaut werden dürfen, wobei er auf Nachfrage einräumen musste, dass er zwar auch in einem Einfamilienhaus lebe, doch das könne nicht die Zukunft der Stadt sein, denn die Wohnform Einfamilienhaus bedeute zu viel Flächenverbrauch und Versiegelung, zu hoher Ressourcenverbrauch beim Bau und zu hoher Energieverbrauch im laufenden Betrieb.

„Lieber ein Haus im Grünen als einen Grünen im Haus“

Es ist der berechtigte Wunsch vieler Menschen, vieler auch junger Familien, im Eigenheim zu wohnen, ob im Einfamilien- oder Zweifamilienhaus sei dahingestellt. Viele haben sich diesen Wunsch erfüllt. Manche können ihn sich nicht erfüllen. Viele arbeiten durch Sparsamkeit und Fleiß auf dieses Ziel hin. Dann kommt ein grüner Senator und fordert, dass künftig keine Einfamilienhäuser mehr genehmigt werden, selbst aber genau dieses Eigenheim für sich privat nutzend.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe12/2022