Innenminister Peter Beuth besucht „Haus der Prävention“

„Die Königsdisziplin aller polizeilichen Arbeit ist die Prävention“, so Hessens Innenminister Peter Beuth anlässlich eines informationellen Besuches im Wetzlarer „Haus der Prävention“ am Ludwig-Erk-Platz am Rande der Altstadt. Insgesamt hatte Hessens oberster Polizeichef nur lobende Worte für die in dieser Form hessen-, vielleicht sogar bundesweit einzigartige und auf Initiative der Bürgerinitiative Pro Polizei Wetzlar vor Jahresfrist Realität gewordene Einrichtung.

Hans-Jürgen Irmer, Vorsitzender von Pro Polizei Wetzlar und auch Vorsitzender des eigens zur Verwirklichung des Projektes gegründeten Trägervereins, erläutere in Anwesenheit zahlreicher Pro-Polizei-Vorstandsmitglieder und auch des Wetzlarer Oberbürgermeisters Manfred Wagner die Entstehungsgeschichte des Hauses der Prävention, des ehemaligen Gebäudes des Wetzlarer Malteser Hilfsdienstes. 400.000 Euro habe der Verein Pro Polizei in den Kauf und weitere 300.000 in Um- und Ausbau, Modernisierung und Renovierung des Gebäudes investiert.

Das „HdP“ bietet sich den Bürgern als zentrale Anlaufstelle in Sachen Prävention an. Interessierten stehen unter einem Dach die unterschiedlichsten Ansätze der Präventionsarbeit in Form von Ansprechpartnern der Polizei, der Stadt- und Kreisverwaltung sowie weiterer „Mitstreiter“ zur Verfügung. Das Haus der Prävention fügt sich laut Innenminister Beuth „hervorragend in die Arbeit und den Auftrag der Wetzlarer Polizei“, diene der Steigerung des Sicherheitsbedürfnisses und -gefühls – „Sicherheit hat auch viel mit Gefühl zu tun“ - der Bürger, was wiederum eine „Gemeinschaftsaufgabe aller Beteiligten“ sei.

Eine große Aufgabe und Herausforderung für Politik und Polizei ist laut Beuth das Thema Extremismus „jeder Art“, dem man nicht zuletzt bereits im Bereich der Prävention entgegentreten wolle. Für die Vorbeugung stünden jährlich zehn Millionen Euro im Landeshaushalt bereit. Auch für Oberbürgermeister Wagner ist das HdP ein besonderes Projekt, „ein guter Platz und wichtiges Signal in der unteren Altstadt“, bei dem sich die Stadt gerne als Kooperations- und Vertragspartner engagiere.

Die Besichtigung des Hauses der Prävention endete mit einer Gesprächs- und Diskussionsrunde in der Geschäftsstelle der über 900 Mitglieder großen BI Pro Polizei Wetzlar, die ebenfalls ihr neues Zuhause im Haus der Prävention gefunden hat.

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Franz Ewert

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