CDU Aßlar fordert FWG und Grüne auf, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
bei der Stollensauna nachzukommen

Im Jahr 2019 wurde den Gremien der Stadt Aßlar erstmals die Idee einer Stollensauna für die Laguna Aßlar vorgestellt. Durch sie soll die Attraktivität der Laguna gesteigert werden, davon werden sich neue Gäste erhofft. „Besonders durch die Geschichte des Bergbaues in der Region Aßlar mit den Gruben Heinrichsegen und Fortuna kann man das Projekt „Stollensauna“ verstehen und sicherlich in Zukunft gut vermarkten“, stellt Jannis Knetsch fest. „Was uns stört, ist der Zeitpunkt“, gibt der Christdemokrat zu bedenken. „Wir schaffen einen weiteren Energieverbraucher und das in der jetzigen Zeit“, führt Nicklas Kniese aus. In dieser großen Energiekrise, in der ein grüner Vizekanzler täglich zum Energiesparen auffordert und ein erster Kreistagsbeigeordneter der FWG, der das Warmwasser für Vereine abstellt, wollen wir in Aßlar einfach so weitermachen, als ob uns die Energiekrise nichts angeht. Dazu muss man wissen, dass die Laguna u.a. ein Blockheizkraftwerk hat, dieses erzeugt Strom aus Gas. Die entstehende Wärme wird genutzt, um die Laguna zu beheizen.

Zudem war bis zum Beginn des Jahres ein Sperrvermerk auf dem Projekt. Vereinbart wurde dann im Januar, dass eine Besichtigung stattfinden soll und wir gemeinsam schauen, was nun in Zukunft alles gemacht werden soll. Die Realität: Die Planung wurde durchgeführt, die Ausschüsse vor vollendete Tatsachen gestellt und die Ausschreibungen sind angelaufen.

Wir hätten uns gewünscht, dass die Frage der aktuellen gesellschaftlichen Verantwortbarkeit eines solchen Projektes öffentlich diskutiert worden wäre. „Stattdessen wurden Fakten geschaffen und mit Hilfe eines Umlaufbeschlusses - in den Ferien - erste Bauarbeiten vergeben“, schildert Knetsch. Weiter ist es zurzeit fraglich, ob die Laguna nach Auslaufen der bestehenden Verträge Ende diesen Jahres Gas zu wirtschaftlich sinnvollen Konditionen beziehen kann.

Die Gefahr hierbei besteht darin, dass eine Stollensauna errichtet wird und das Betreiben der Anlage aufgrund der explodierenden Kosten für Gas nicht mehr möglich ist. Mit solch einer Weitsicht müssen die Verantwortlichen planen. Offensichtlich ist das aber nicht allen klar.

An die FWG, die in Aßlar mit Abstand die größte Fraktion ist und den Bürgermeister stellt, appellieren die beiden Christdemokraten: „Wir können als Kommunalpolitiker auch einen Beitrag in der aktuellen Krise leisten, wir haben sogar eine gesellschaftliche Pflicht, unser Bestes zu tun. Auch wenn das bedeutet, auf eigene Prestigeprojekte zu verzichten.“

 

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Nicklas Kniese
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Aktuelle Ausgabe01.12.