JU besucht Gedenkstätte Point Alpha

Junge Union Hessen fordert:
Erinnerungskultur an Verbrechen der SED-Diktatur hoch-halten

Eine Delegation der Jungen Union Hessen besuchte Mitte August die Gedenkstätte Point Alpha in Geisa. Mit dabei waren aus der Jungen Union Lahn-Dill Lisa Schäfer (Solms) und Niklas Müller (Braunfels).

Benedikt Stock (Geschäftsführer der Point-Alpha-Stiftung und Mitglied im Landesvorstand der Jungen Union Hessen) führte durch eine beeindruckende Ausstellung. Die Auseinandersetzung mit Geschichte und Erinnerung trägt zu einem besseren Verständnis der Gegenwart bei. Die Entwicklungen zu betrachten, die die Gegenwart hervorgebracht haben, bietet zudem Orientierung für die Zukunft. „Um zu wissen, wohin wir gehen, müssen wir zunächst wissen, woher wir kommen“, machte Benedikt Stock deutlich.“

Die Gedenkstätte Point Alpha ist ein authentischer Schauplatz des Kalten Krieges und ein einmaliges Zeugnis von vier Jahrzehnten Zeitgeschichte. Hier standen sich die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt bis zum Jahr 1990 gegenüber. Der ehemalige „Observation Post Alpha“ (kurz: Point Alpha) war einer der wichtigsten Beobachtungsstützpunkte der US-Streitkräfte in Europa und einer der heißesten Punkte im Kalten Krieg. Point Alpha präsentiert dieses Stück deutsch-deutscher Geschichte sichtbar, erlebbar und begreifbar: die Konfrontation der beiden Machtblöcke, den Aufbau der Grenzanlagen mit ihren Sicherungselementen, aber auch militärische Abläufe sowie das Leben an und mit der Grenze aus der Sicht der Bevölkerung.

Verpflichtender Schulbesuch in Gedenkstätten

Gerade in diesen Zeiten wird deutlich, dass unser Frieden und unsere Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind. Die Wissensvermittlung zu unserer Geschichte schärft das Bewusstsein für unsere Werte und das friedliche Zusammenleben in Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Besuche in Gedenkstätten, die Geschichte und Ereignisse in unterschiedliche Art und Weise greifbar machen, sind ein wichtiger Beitrag zur Demokratieförderung. Die Junge Union Hessen fordert daher, die Erinnerungskultur hochzuhalten und dass alle Schüler in Hessen in ihrer Schulzeit kostenlos eine Gedenkstätte zu den Verbrechen der NS-Zeit sowie eine zur Deutsch-Deutschen Teilung verpflichtend besichtigen. Dies muss im Lehrplan entsprechend klar verankert werden. Die Junge Union sieht es als entscheidende Aufgabe an, dass junge Menschen in den Schulen endlich umfassend über die Geschichte der DDR und die Verbrechen der SED aufgeklärt werden. Eine solide staatliche finanzielle Ausstattung von Gedenkstätten ist dafür unerlässlich. Dies war für die Gedenkstätte Point Alpha in Hessen nicht immer selbstverständlich. So sprach sich anfangs die damalige rot-grüne Landesregierung gegen den Erhalt der Anlage aus. Auf Betreiben einiger Bürger konnte die Gedenkstätte erhalten bleiben und erfuhr große Unterstützung des späteren Ministerpräsidenten Roland Koch.

Unrechtsstaat DDR – Linke ist Rechtsnachfolger der SED

Gerade die junge Generation muss wissen, dass das SED-Regime die Freiheit vieler Einzelner systematisch und brutal beschnitten und mit Füßen getreten hat. Die DDR war eine menschenverachtende Diktatur mit Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl. Diese Tatsachen werden bis heute von der SED-Nachfolgepartei, „Die Linke“ geleugnet und verharmlost. Der letzte Vorsitzende der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, die für die zahlreichen Verbrechen im Stasi-Spitzel-Staat „DDR“ die Verantwortung hatte, war im Übrigen Gregor Gysi. Bis heute weigern sich Spitzenpolitiker der Linken, sich kritisch mit ihrer DDR-Vergangenheit auseinanderzusetzen. Damit verhöhnt die SED-Nachfolgepartei die Opfer der jahrzehntelangen Unterdrückung. Diese Ansammlung ewiggestriger Kommunisten darf in unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft nie wieder politische Verantwortung übernehmen.

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Lisa Schäfer
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Aktuelle Ausgabe01.09.