9. Polizeischau lockt Tausende Besucher ins Stadion

Pro Polizei Wetzlar als Veranstalter sehr zufrieden

Schirmherr Innenminister Peter Beuth:
"Sicherheit ist Gemeinschaftsaufgabe"

Mit seiner Beschreibung und Charakterisierung der Wetzlarer Polizeischau - der 9. insgesamt und ersten nach zwangsweiser Corona-Pause - als "Leistungsschau der Sicherheit" für alle Bürger lag Hessens Innen- und damit auch Polizeiminister sicher richtig. "Mit Sicherheit" sozusagen. Der Schirmherr dankte der weit über 900 Mitglieder starken Bürgerinitiative Pro Polizei Wetzlar und ihrem Vorsitzenden Hans-Jürgen Irmer für das beispielhafte und in dieser Form einmalige Engagement zur Unterstützung der Polizei vor Ort in materieller und ideeller Form.

Ein wichtiges und herausragendes, weil öffentlichkeitswirksames Glied in der Kette der kleinen und größeren Unterstützungsmaßnahmen aus den Reihen der Bürgerschaft für "ihre" Polizei ist die große Polizeischau im Wetzlarer Stadion, die am vorletzten Juli-Sonntag bei durchgehend Sonnenschein wieder rund 10.000 Menschen an den Ort des vierstündigen Geschehens lockte. Dabei geht es mitnichten nur um die Polizei der Stadt, des Landes und des Bundes.

Den besonderen Reiz der Veranstaltung macht die Mitwirkung und das Zusammenspiel praktisch aller auch dem Gebiet der Sicherheit direkt und indirekt beteiligten staatlichen, gesellschaftlichen oder freiwillig organisierten und sich engagierenden Akteure aus. Die Teilnehmerliste weist an die drei Dutzend "Sicherheitsanbieter" aus den Bereiche Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, THW bis hin zum Zoll und vielen anderen Protagonisten von der DLRG bis zum Weißen Ring mit eigenen Informationsständen und Mitmachgelegenheiten aus.

Alles gebündelt in einer Gesamtschau auf dem Areal des von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellten Wetzlarer Stadions, auf dessen Rasenspielfeld nicht nur jeweils ein Hubschrauber der Polizei und der Bundeswehr vor allem die jüngeren Besucher faszinierte, sondern auch die Vorführungen mit den Diensthunden der Landespolizei, des DRK und der Bundespolizei sowie zum Abschluss der 9. Polizeischau die spektakulären Einsatzdemonstrationen des Sondereinsatzkommandos (SEK) der Polizei stattfanden. Und das alles selbstredend bei freiem Eintritt.

In diesem Sinne sprach Schirmherr und Innenminister Peter Beuth von "Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe von Polizei, Kommunen und Bürgern". Und dass Pro Polizei Wetzlar diese Notwendigkeit mittels einer spektakulären Veranstaltung wie der "Polizeischau" aus der Anonymität des Alltags heraushebe und in hoch interessanter Form für die interessierte Öffentlich präsentiere, ist laut Innenminister ein "leuchtendes Beispiel". Die Polizei brauche sicherlich auch das gute und vertrauensvolle Verhältnis zur Bürgerschaft als "Werkzeug", um in ihrer Arbeit erfolgreich zu sein. Und Pro Polizei Wetzlar zeige, wie das funktionieren könne.

In ähnlicher Weise äußerte sich Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner und fasste zusammen: "Die Polizei als bedeutender Teil der Sicherheitsarchitektur sorgt dafür, dass die Menschen ihre Freiheit auch ausleben können." Mittelhessens Polizeipräsident Bern Paul dankte für die Möglichkeit, dass sich Polizei und alle anderen "Sicherheitsanbieter" in dieser volkstümlichen Weise einer öffentlichen Schau darstellen könne. Er wies auf einen ähnlichen Versuch der Polizei selbst hin, mit der Öffentlichkeit und den Bürgern in einem sich gegenseitig unterstützenden Kontakt zu sein und zu bleiben, nämlich mit einem "Tag der offenen Tür" am 11. September ab 10 Uhr beim Polizeipräsidium Mittelhessen in der Ferniestraße in Gießen (im Schiffenberger Tal).

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Franz Ewert

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