„Letzte Generation“ und andere Linksradikale

Kampf gegen den Staat – aber Staatsknete kassieren

Der Verfassungsschutz hat mit Sorge festgestellt, dass der Einfluss von Linksextremen auf die Klimabewegung eindeutig größer geworden ist und dass der Linksextremismus versucht, dort politisch – partiell durchaus mit Erfolg – Fuß zu fassen. Zu den linksradikalen Aktivisten gehört auch die Klimaprotestgruppe „Letzte Generation“, so tituliert sie sich in bescheidenster Form selbst. Es wird zum Glück Hunderte und Tausende von Generationen nach dieser „Letzte Generation“ geben. Aber unabhängig davon hat diese radikale Gruppe in diesem Jahr bereits mehr als 300 Straßen blockiert, 149 Blockaden in Berlin und u.a. 34 in Hessen.

Diese Gruppe wird indirekt vom Bundeswirtschaftsministerium unter Führung von Robert Habeck (Grüne) gefördert. In Form eines sogenannten „Gruppenkontos“ gingen rund 156.000 Euro Steuergelder auf das Konto des Vereins „Elinor“. Offiziell unterstützt man mit diesen Steuergeldern ein Innovationsprogramm, das digitale und datengetriebene Innovationen hauptsächlich junger Unternehmen fördern soll. Wieso Geld an die linksradikalen Pseudoaktivisten geflossen ist, erschließt sich nicht. Anfragen, was mit dem Geld geschehen ist, wurden nicht beantwortet. Der „Elinor“-Verantwortliche Kunert teilte lediglich mit, dass man der „Letzten Generation“ aufgeschlossen gegenüberstehe und man auch Klimagruppen unterstütze, die Mittel des sogenannten zivilen Ungehorsams anwenden. Ziviler Ungehorsam ist nichts anderes als Bruch geltenden Rechtes, Nötigung von Menschen, indirekte Freiheitsberaubung und dieser Handvoll linksextremer Aktivisten ist es auch völlig egal, dass die Staus, die sie gezielt rechtswidrig verursachen und die einen Eingriff in den Straßenverkehr darstellen, dazu beitragen, dass Menschen nicht rechtzeitig zur Arbeit kommen, dass sie den Flieger verpassen, dass ein medizinischer Notfall nicht in die Klinik gebracht werden kann, dass Kinder nicht rechtzeitig von der Kita abgeholt werden können und vieles andere mehr.

Zweierlei Maß

Wer gerade wie die linken Gruppen Transparenz - prinzipiell zu Recht - von anderen einfordert, wenn es um Vermögensverhältnisse geht, der sollte selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Gegen den Staat kämpfen, aber gleichzeitig Staatsknete kassieren, zeugt nicht von Glaubwürdigkeit und zeigt, dass Moral und Charakter hier keinen Platz haben.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe9/2022