BdV-Ortsverband Wetzlar will Arbeit kontinuierlich fortsetzen –
Vorsitzender Kuno Kutz wiedergewählt

Der Ortsverband Wetzlar im Bund der Vertriebenen (BdV) hat seinen Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Mit dem Ergebnis, dass im Blick auf die personelle Zusammensetzung von absoluter Kontinuität gesprochen werden kann. Erneut an die Spitze wurde der engagierte und langjährige 1. Vorsitzende Kuno Kutz aus Hüttenberg gewählt. Sein Stellvertreter ist Michael Hundertmark (Nauborn). Schatzmeisterin und in Personalunion auch Schriftführerin ist die in beiden Ämtern bewährte Gabriele Eichenauer aus Niedergirmes. Ihr Stellvertreter als Schatzmeister ist Steffen Eigner (Großaltenstädten) und als Schriftführer Michael Hundertmark. Komplettiert wird der Vorstand durch die Riege der Beisitzer mit Herta Bartl, Benno Niemczynski und Frank Steinraths (alle Wetzlar), Lydia Kiefel (Dorlar) und Gerda Weller (Waldgirmes).

 

Kuno Kutz stellte der Versammlung für das laufende sowie das kommende Jahr 2023 ein abwechslungsreiches Jahresprogramm vor, das den Mitgliedern und Gästen kulturelle wie gesellige Angebote macht. "Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung an unseren Terminen", die, so Kutz, kein Selbstzweck des BdV-Ortsverbandes seien, sondern vom Selbstverständnis des BdV, seiner Ortsgruppen und Landsmannschaften getragen wird, das sich wiederum den Vorvätern und -müttern verpflichtet fühle, die Erinnerung an die alte Heimat, ihrer Kultur und Geschichte zu bewahren und an die nächsten Generationen weiterzugeben. Und zu dieser Geschichte gehöre leider auch das Unrecht der Vertreibung.

 

Der BdV wolle das Rad der Geschichte natürlich nicht zurückdrehen, darauf haben sich die Vertriebenen bereits in der "Charta" von 1950 feierlich festgelegt. Allerdings zugleich auch auf die Verpflichtung, aktiv dazu beizutragen, dass das Recht auf Heimat "als eines der von Gott geschenkten Grundrechte der Menschheit anerkannt und verwirklicht wird". Zu allen Zeiten und überall.

Aus der Palette der Veranstaltungen ragt der "Tag der Heimat" heraus, der am 9. Oktober 2022, Beginn 14 Uhr, in der Stadthalle Wetzlar geplant ist und bei dem Prof. Dr. Helge Braun, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Gießen die Festansprache halten wird.

Dieser jährlich wiederkehrende Tag der Heimat wird vom BdV-Kreisverband Wetzlar veranstaltet, der sich aus den BdV-Ortsverbänden Ehringshausen, Biskirchen und Wetzlar sowie nach dem vor zwei Jahren vollzogenen Beitritt des ehemaligen Kreisverbandes Gießen aus den OV Klein-Linden, Fernwald, Grünberg und Hungen zusammensetzt. Größter dieser sieben Ortsverbände im BdV-Kreisverband Wetzlar ist der OV Wetzlar.

Kutz, inzwischen 81 Jahre alt, kam nicht umhin, auf die negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeit des Kreis- und der Ortsverbände einzugehen und zuletzt auch auf die Tatsache, dass das Durchschnittsalter der Mitglieder kontinuierlich nach oben gehe. Ein Trend, der sich nur durch junge und jüngere Mitglieder stoppen oder gar umkehren ließe, was allerdings - und dieses Problem stelle sich vielen anderen Vereinen und Verbänden ebenfalls - bekanntlich ein eher schwieriges Unterfangen sei.

 

Allerdings wollten sich Vorstand und Mitgliedschaft des BdV-Ortsverbandes Wetzlar davon nicht entmutigen lassen, sondern sich weiterhin engagiert für die Belange der Heimatvertriebenen und ihrer Nachgeborenen in der neuen Heimat einsetzen, wozu auch die wichtigen Kontakte des BdV zu den Kommunen bis hinauf zur hessischen Landesregierung zählten. Und nicht zuletzt ist es Kuno Kutz, der diesem Engagement ein Gesicht gibt. Er ist seit zehn Jahren Ortsverbands-Vorsitzender, gehört seit 17 Jahren dem Vorstand der Kreisgruppe Wetzlar der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen an, ist Vorstandsmitglied und Schatzmeister des BdV-Kreisverbandes Wetzlar und der Landesgruppe Hessen der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen.

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Franz Ewert

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