Hilfswerk des Lions-Club Wetzlar-Solms spendet
93.000 Euro für die Ukraine

In seinem 40. Charterjahr hat der Lions-Club Wetzlar-Solms zu einer Spendenaktion für die Unterstützung der Ukraine aufgerufen. Das Hilfswerk des Lions Club Wetzlar Solms konnte nun eine Spendensumme von über 93.000 Euro, die bis Ende April zusammengekommen war und für Hilfsgüter ausgegeben wurde, überreichen.
Präsident Dirk Francovich dankte dem Pastpräsidenten Dr. Wolfgang Bunk, der für die Aktion verantwortlich war, sehr für sein Engagement. In diesen für die Ukraine schwierigen Zeiten war und ist es dem Lions-Club Wetzlar-Solms ein besonderes Anliegen zu helfen.

Gespendet wurden sowohl von Firmen aus dem Lahn Dill Kreis als auch von Lions-Mitgliedern sowie Privatpersonen. Die Firma Pfeiffer Vacuum Aßlar spendete 50.000 Euro. Von der Firma Küster Automotive aus Ehringshausen und ihren Mitarbeitern kamen 26.000 Euro zusammen sowie eine Spendensumme in Höhe von 10.000 Euro von der Firma Sahm aus Wetzlar. Dr. Bunk sowie der gesamte Lions-Club Wetzlar-Solms zeigten sich über die Spendensummen sowie die spontane Hilfsbereitschaft hoch erfreut.

Die eingegangenen Spenden wurden für besonders benötigte Medikamente wie Antibiotika und Schmerzmittel, Anästhetika, Desinfektionsmittel als auch medizinische Hilfsgüter zur Wundversorgung und Infusionslösungen für notwendige Operationen verwendet. Die Organisation der Hilfsgüter lag in den Händen von Lionsfreund Dr. Bunk. Händler waren bereit, einen Teil der Hilfsgüter zum Selbstkostenpreis weiterzugeben und haben somit noch zusätzlich einen Beitrag geleistet. Die Aktion läuft weiter, selbst ein Rettungsfahrzeug steht auf der Besorgungsliste und wird dringend für Krankentransporte vor Ort benötigt.

Die Zwischenlagerung der Hilfsgüter, die Organisation der Spedition und die Kontaktaufnahme in die Ukraine erfolgte durch Christoph Sahm, Sohn des Wetzlar-Solmser Lionsfreundes Bernd Sahm, die seit Jahren intensive Kontakte in die Ukraine, besonders in die Umgebung von Tschernobyl, pflegen. Ihnen ist sehr für Ihr außerordentliches Engagement zu danken. Der Versand der Hilfsgüter konnte ohne weitere Kosten über eine Spedition nach Lemberg ins Zentralkrankhaus durchgeführt werden. Von dort aus erfolgte die Verteilung in andere Krankenhäuser in der Ukraine. Zusätzlich wurden mehrere Tonnen bereits vorrätiger medizinischer Hilfsgüter ebenfalls in die Ukraine gebracht, was vor den Kriegshandlungen aus zolltechnischen Gründen nicht möglich war. Eine geplante Weitergabe dieser Hilfsgüter an ein Krankenhaus im Nordosten in der Nähe von Tschernobyl war leider aufgrund der russischen Besatzung nicht mehr möglich.

An dieser Stelle möchte sich der Lions-Club Wetzlar-Solms bei allen Spendern für die großzügigen Spenden bedanken, besonders aber auch bei den Firmen für deren außerordentliches Engagement, den Großhändlern und den Spediteuren.

Es bleibt der Wunsch, dass der Krieg in der Ukraine möglichst bald beendet wird.

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Philipp Feht
Philipp Feht

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