Schröder I

„Dank“ Schröder
Russische Navigationsgeräte in 100 Schiffen und Booten der Marine

Vor über einem Jahr berichtete die „Bild am Sonntag“ darüber, dass an Bord der deutschen U-Boote Navigationsgeräte installiert seien, die nicht militärischen Standards entsprechen würden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums hatte damals der FAZ gegenüber bestätigt, dass Geräte aus russischer Produktion an Bord sind.

Wie kommen russische Geräte in deutsche Boote?

Hersteller der Geräte ist die Firma Transas, die 1990 in St. Petersburg gegründet wurde. Seit 2018 zählt Transas zu einem finnischen Konzern mit Sitz in Helsinki. Die Verteidigungssparte allerdings sitzt nach wie vor in Russland. Wer nun glaubt, dass dies alles aktuell ist, sieht sich getäuscht, denn im letzten Jahr der Schröder-Kanzlerschaft 2005 wurden genau diese rund 100 Navigationsgeräte geliefert und in Boote der deutschen Marine eingebaut.

Welche Rolle spielte Schröder?

Es wäre einen Untersuchungsausschuss wert, herauszufinden, welche Rolle Schröder damals spielte. Schon damals war Schröder ein guter Freund Putins. Ob direkt oder indirekt Geld geflossen ist, ist nicht bekannt. Aber allein aus sicherheitstechnischen Gründen ist diese Ausstattung ein GAU (der größte anzunehmende Unfall), denn Fachleute haben schon vor Jahren vor der Anfälligkeit moderner Navigationsgeräte dieser Art gewarnt. Es bestehe die Gefahr von Cyber-Angriffen, und natürlich könnten sich – russische – Hacker Zugriff auf zentrale technische Steueranlagen verschaffen. Im Einsatz wäre dies der völlige Verlust der Funktionsfähigkeit.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe5/2022