Schröder III

Massenhafte Verhaftungen bei Nawalny-Demos –
Schröder stellt lieber sein neues Buch vor

 

Im Januar und Februar letzten Jahres gab es in Russland heftige Proteste gegen die rechtswidrige Verhaftung des Oppositionellen Alexei Nawalny, der einen russischen Giftanschlag nur knapp dank der Kunst der Ärzte in der Berliner Charité überlebt hatte. Tausende gingen für freie Meinungsäußerung, für Demokratie und Transparenz auf die Straße. Es half nichts. Putins Schergen nahmen rund 5000 Demonstranten fest.

Schröder wurde im Februar des letzten Jahres darauf angesprochen. Er erklärte dazu, dass er lieber über sein neues Buch reden wolle, und auf die Frage, ob er sich denn für die Freilassung Nawalnys einsetzen werde, erklärte er, dass er diese Freilassung nicht (!) fordere. Er wolle sich auf diese Diskussion nicht einlassen.

Scharfe Attacke der Union durch den damaligen Chef des Auswärtigen Ausschusses, MdB Norbert Röttgen, der die SPD-Führung aufforderte, sich zu den Äußerungen von Schröder zu melden und nicht länger zu schweigen. Die „Bild-Zeitung“ berichtete damals, dass die SPD auf Anfrage über ihren im Kreml-Dienst befindlichen Genossen Schröder nichts sagen wolle. Immerhin erklärte sie, dass sich die Bundesregierung und die SPD für eine sofortige Freilassung von Herrn Nawalny einsetze.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe5/2022