Das Fass läuft über - B49

Hermannsteiner beschweren sich

fährt man die Autobahn A 7 von Norden nach Süden, also von Göttingen kommend über Kassel und weiter Richtung Frankfurt, dort vereint sich die A 7 am Kirchheimer Dreieck mit der A 4, die aus dem Ostblock kommt zur A 5, die nach Gießen führt. Hier entsteht das Problem, das uns Wetzlarern seit 30 Jahren zunehmend zu schaffen macht. So haben wichtige Politiker und Planungsbeamte beschlossen, dass der gesamte Verkehr Richtung Dortmund auf dem alten Handelsweg von Moskau nach Paris, also über Wetzlar geführt werden kann.

Würde man den Schwerlastverkehr am Reiskirchener Kreuz auf der A 5 belassen und bis zum Gambacher Kreuz und dort auf die Sauerlandlinie A 45 führen, wären ALLE Probleme im Großraum Wetzlar gelöst. Es fehlt nur die Abbiegespur von der A 5 auf die A 45, die für kleines Geld, verglichen mit den Millionenprojekten in Wetzlar, zu bauen wäre.

95 Prozent des jetzigen Schwerlastverkehrs will nicht nach Wetzlar zum Einkaufen…, er will zeitlich und Kilometer abkürzend auf die A 45 Richtung Dortmund und trägt dazu bei, die Infrastruktur in und um Wetzlar zu zerstören. Mit dem Wegfall des Schwerlastverkehrs auf der Wetzlarer Hochstraße, einer Sperrung des Verkehrs über 3,5 Tonnen, dem Neubau der Hochstraße mit vier Fahrspuren an alter Stelle würde man Millionen einsparen, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden.

Hermannsteiner Bürger und ich verfolgen mit Spannung, mit welcher Arroganz die Wetzlarer Politiker die Tunnellösung priorisieren. Man ignoriert die Meinung der Hermannsteiner Bürger, dem größten Stadtteil Wetzlars, sowie der Stadt Aßlar und lässt diese mit dem Lärm, Staub und Dreck der 80.000 bis 100.000 Fahrzeuge, die bereits heute schon die A 480 ohne jeglichen Lärmschutz befahren, allein. Sollte die Tunnellösung bei Dalheim wirklich kommen, so fordere ich eine komplette EINHAUSUNG der A 480 vom Tunnelaustritt in Dalheim bis zur A 45 am Wetzlarer Kreuz.

Ralf Jeschke

Ehrenkreishandwerksmeister Lahn-Dill

Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande

Aktuelle Ausgabe9/2022