CDU steht weiter an der Seite der Bürgerinitiative „MuT“ in Sechshelden

 

Mit Unverständnis reagiert der CDU-Stadtverband Haiger auf die Ankündigung des Haigerer Magistrats, dass man der 2. Planänderung für die Erneuerung der Sechsheldener Autobahnbrücke zustimme und somit als Konsequenz die Tunnelvariante ad acta legt. „Wir hätten uns gewünscht, wenn sich die Stadt Haiger mit Bürgermeister Mario Schramm an der Spitze weiter für die Tunnelvariante und den Gesundheitsschutz der Sechsheldener Bürger stark gemacht hätte“, so CDU-Vorstandsmitglied Christian Klein aus Sechshelden. Klein hat aufgrund der Ankündigung des Haigerer Magistrats einen Brief an alle im Stadtparlament vertretenen Fraktionen und den Magistrat verfasst, in dem er wesentliche Kritikpunkte zum aktuellen Vorgehen der Stadt und des Baulastträgers anführt.

Ausweislich der vorgelegten Unterlagen ist trotz baulicher Mehraufwendungen für die Brückenvariante keine Aktualisierung der Baukosten vorgenommen worden. Diese soll gemäß den Angaben in den Planungsunterlagen erst nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens erfolgen. Aufgrund fehlender aktueller Kostenangaben ist jedoch laut Klein eine stichhaltige Kostengegenüberstellung von der Tunnel- und Brückenvariante nicht möglich. Solange kein signifikanter Kostenvorteil für die Brückenvariante vorliege, muss die Tunnelvariante aus Sicht von Haigers Christdemokraten weiter oberste Priorität haben. Ein wesentlicher Aspekt zum Schutz der Bevölkerung muss auch weiterhin darauf liegen, dass die Lärmschutzgrenzen eingehalten werden, zumal in Planung ist, den Sechsheldener Dorfkern von einem Dorf-/Mischgebiet in ein besonderes Wohngebiet umzuwidmen.

Sollte der Ersatzneubau der Talbrücke wie geplant an alter Stelle erfolgen, würde die Brücke weiterhin Teile der B277 und der Eisenbahnlinie überqueren. Da die Überquerung bei dem geplanten Ersatzneubau der Brücke wesentlich breiter und größer werden soll als bisher, wäre die Brücke aus Sicht von Christian Klein wie ein schallverstärkender Schalldeckel über diesen Bereichen. Ein Tunnel habe, neben dem Schutz für die Bevölkerung, auch während der Bauphase die Vorteile in Bezug auf das Verkehrsaufkommen auf seiner Seite ist sich die Haigerer CDU sicher. Durch den parallelen Betrieb der Brückenanlage und der Tunnelbauarbeiten könnte der Verkehr gänzlich ohne Einschränkungen über beide Brückenteile weitergeführt werden, bis eine Tunnelanlage fertiggestellt ist.

Ein weiterer Kritikpunkt von Haigers Christdemokraten ist, dass, laut der Planungsunterlagen naturrechtliche Eingriffe u.a. durch Maßnahmen im Bereich Gießen, Herborn, Allendorf und durch Ökokontomaßnahmen ausgeglichen werden sollen. „Dies wäre aus unserer Sicht ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht der Sechsheldener Bevölkerung, da man für unser Dafürhalten dort naturrechtlich ausgleichen sollte, wo Schaden für Mensch und Natur entstehen“, so Haigers CDU-Vorsitzender Sebastian Pulfrich, der bereits seit mehreren Jahren Mitglieder der „MuT“ ist.

„Unterm Strich fordern wir, dass der Magistrat seine Haltung noch einmal überdenkt und in Sachen Tunnelvariante nicht lockerlässt“, so Christian Klein mit Blick auf die städtischen Beratungen. Die CDU Haiger werde, wie auch schon in den vergangenen Jahren, weiter an der Seite der Sechsheldener Bevölkerung stehen.

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Sebastian Pulfrich
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Aktuelle Ausgabe05.05.