Achtung AMPEL

Ampel - IV

Falsche Anreize für Asylanten

Schaut man sich die Parteiprogramme der Ampelkoalitionäre SPD, Grüne und FDP an, wird deutlich, dass Deutschland sich auf steigende Migranten- und Asylantenzahlen einstellen muss. Denn geht es nach den Vorstellungen der drei Parteien, sollen Einbürgerungen erleichtert werden, was wiederum natürlich einen Anreiz darstellt, soll Familiennachzug in unbegrenzter Höhe erfolgen und soll es Mehrstaatigkeit geben. Das letztere führt im Übrigen dazu, dass eine Abschiebung dann nicht mehr möglich ist, wobei man auch jetzt schon sagen muss, dass Abschiebungen bedauerlicherweise nur im Promillebereich stattfinden.

Eine solche Migrationspolitik setzt die falschen Anreize, weil es eine Chance für Wirtschaftsasylanten aller Länder ist, nach Deutschland zu kommen, auch mit der Begründung, man habe die entsprechende Qualifikation oder sei geeignet, qualifiziert zu werden.

In der Vergangenheit konnte durch die Union manches in Richtung massenhaftem Zuzug verhindert werden. Dies Korrektiv ist nach der Bundestagswahl nicht mehr gegeben. Von den Medien wird dies liebevoll garniert, man spricht nicht mehr von Asylmissbrauch, von Wirtschaftsasylanten, sondern ganz allgemein von Geflüchteten. Man will zusätzlich die sogenannte Seenotrettung im Mittelmeer wieder in staatliche Hand geben, was letzten Endes ein weiterer Anreiz für Schleuser ist, illegal Wirtschaftsasylanten nach Deutschland zu lotsen, die dafür pro Kopf je nach Schleusungsart zwischen 2000 und 10.000 Euro zahlen. Damit wird indirekt das Geschäft der Schleuser und Schlepper betrieben.

Steigende Asylantenzahlen bedeuten eine Belastung des Wohnungsmarktes, der sich weiter verknappen und damit verteuern wird, bedeuten eine finanzielle Belastung des Sozialbudgets Deutschlands und bedeuten fehlendes Geld für notwendige Infrastrukturmaßnahmen.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe12/2021