Für lebendige Innenstädte in Hessen

Das Land Hessen fördert Städte und Gemeinden mit insgesamt
27 Millionen Euro bei der Umsetzung kreativer Konzepte
"Zukunft Innenstadt"

Städte und Gemeinden sind ein Ort zum Treffen, zum Einkaufen und Bummeln, aber auch für die Versorgung der Bevölkerung mit wichtigen Dienstleistungen. Belebte und lebendige Innenstädte sind gern gesehen und laden zum Verweilen ein. Es ist das pulsierende Leben, das man sucht, gerade in diesen Zeiten. Leider hat die Corona-Pandemie vielen Städteplanern, Händlern und Bürgern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Feste fielen aus und der Lockdown beschwerte den Städten keinen Besucherandrang. Damit die Innenstädte und Dorfzentren nicht durch Leerstände glänzen, sondern an Attraktivität gewinnen, hat das Land das Programm „Zukunft Innenstadt“ aufgelegt. „Als Teil des ‚Neuen Hessenplans‘ hat das Programm das Ziel, Hessens Städten und Gemeinden dabei zu helfen, Ideen zur Belebung der Zentren umzusetzen. Die Anmeldezahlen von 111 Teilnehmern war dabei so überwältigend, dass die ursprünglich 12 Millionen Euro auf 27 Millionen Euro mehr als verdoppelt wurden“, freut sich der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Steinraths.

Insgesamt erhält der Lahn-Dill-Kreis davon eine Million Euro. Hiervon gehen jeweils 250.000 Euro an Wetzlar, Herborn, Dillenburg und Braunfels. „Ich freue mich, dass aus unserem Landkreis so viele Städte mitgemacht haben. Mit ihren besonderen und vorbildhaften Projekten erhalten sie nun zurecht eine Förderung. Die Konzepte sehen dabei vor, die Menschen in den Städten wieder zusammenzubringen, Geschäfte zu beleben und neue Wege zu gehen, sei es im Bereich der Digitalisierung, der Arbeit oder festlicher Aktivitäten“, berichtet der CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Michael Müller.

„Das Landesprogramm kann durch das Programm des Bundes für ‘Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren’ ergänzt werden. Der Bund fördert ebenfalls Konzepte von Städten und Gemeinden zur Verbesserung der Lage in den Innenstädten. Unter anderem sollen diese krisenfester gemacht werden. Hierzu stehen insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsteller können mit einer Summe zwischen 200.000 und 5 Millionen Euro rechnen“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer.

„Ich danke dem Land Hessen, dass es unsere Vorhaben in Wetzlar vor Ort finanziell unterstützt. Nicht nur die Corona-Pandemie hat dem Einzelhandel und dem Stadtleben zugesetzt, auch der Onlinehandel bereitet uns Probleme. Wir haben uns daher Gedanken gemacht, wie wir unsere Stadt krisen- und zukunftssicher machen können. Für die Menschen aus Wetzlar und der Region ist eine lebendige Stadt, die man gerne besucht, ein Gewinn und steigert die Attraktivität der ganzen Region. Die Unterstützung durch die Landesregierung zeigt auch einmal mehr, dass ihnen die Städte und Gemeinden wichtig sind und wir uns auf das Land Hessen verlassen können“, führt der Vorsitzende der CDU-Stadtfraktion Wetzlar, Michael Hundertmark, aus.

„Wir wollen, dass Hessens Städte und Gemeinden nach der Pandemie besser dastehen als vorher. Bereits vor dem Jahr 2020 gab es einen starken Druck im Bereich Handel. Der Onlineverkauf macht den Geschäften starke Konkurrenz. Eine lebendige Innenstadt lebt aber von seinen Geschäften. Darum arbeitet der Hessenplan auch mit dem ‚Bündnis Innenstadt‘ zusammen, bestehend aus den Kommunalen Spitzenverbänden, dem Handelsverband, der Handelskammer sowie der DEHOGA und der Stadtplanerkammer. Gemeinsam wollen wir Wege und Möglichkeiten finden, unsere Städte und Gemeinden wieder zu einem Zentrum des Lebens, einem Ort der Vielfalt und der Einkaufsmöglichkeiten zu machen. Feste sollen gefeiert werden und Menschen sollen sich treffen und an einer schönen Stadt bzw. Gemeinde erfreuen. Das macht das Leben vor Ort auch lebens- und liebenswert“, schließt Steinraths ab.

Das Programm wurde im Mai 2021 ins Leben gerufen. Es läuft bis 2023 und beinhaltet derzeit insgesamt 40 Millionen Euro.

Über den Autor

Frank Steinraths
Frank Steinraths
Landtagsabgeordneter CDU Lahn-Dill
Aktuelle Ausgabe12/2021