Wahlsplitter II

Wahlkampf unter der Gürtellinie

Absurd: Angeblicher Vergleich zwischen Geflüchteten und Tieren

Die Sorgen von Rot-Rot-Grün im Lahn-Dill-Kreis, dass CDU-Bundestagskandidat Hans-Jürgen Irmer erneut das Direktmandat erzielen könnte, sind offensichtlich so groß, dass sie auch vor den absurdesten Behauptungen nicht zurückschrecken. In einem seiner Montags-Videos, über die Homepage der CDU Lahn-Dill einsehbar, hatte Irmer auf die Regulierungswut der Grünen hingewiesen, auf den Unterschied zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Gängelung, die gerade die Grünen auszeichnet. Diese Gängelung geht so weit, dass sie auch Landwirten vorschreiben wollen, wie viele Tiere maximal pro Stall erlaubt sind - um nur ein beliebiges Beispiel aus der Fülle der Vorgaben zu nehmen. Dies hatte Irmer kritisiert und den Widerspruch deutlich gemacht. Er hatte darauf verwiesen, dass an dieser Stelle die Regelungswut der Grünen keine Grenzen kennt, an anderer Stelle, beispielsweise beim Thema Migration und Höchstgrenzen für Asylbewerber, von sinnvollen Regelungen keine Rede sein soll.

Unterschied zwischen Vergleich und Gleichsetzen

Irmer distanziert sich ausdrücklich von absurden Behauptungen, er habe in diesem Zusammenhang Mensch und Tier gleichgestellt. Dies so hineininterpretieren zu wollen, zeugt entweder von äußerst intellektueller Schlichtheit oder gezielter Bösartigkeit. Mit Seriosität in der politischen Auseinandersetzung hat das jedenfalls nichts zu tun. Dies ist eindeutig linke Hetze unter der Gürtellinie.

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Kerstin Hardt
Kerstin Hardt
Aktuelle Ausgabe9/2021