Wagner (SPD) bleibt OB in WZ

Gratulation an den Herausforderer
Michael Hundertmark (CDU) für 40,6 %

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bürgermeister als Amtsinhaber abgewählt wird, ist nicht sonderlich hoch. So ging Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner natürlich als Favorit ins Rennen. Trotzdem musste er nach dem 1. Wahlgang am 14.03. in die Stichwahl am 28.03. Dort traf er auf den jungen CDU-Herausforderer Michael Hundertmark, Fraktionsvorsitzender im Wetzlarer Stadtparlament, der es auf stolze 40,6% brachte. Ein großartiges Ergebnis, auf dem man aufbauen kann, denn in der Politik bedarf es gelegentlich eines längeren Atems. Hundertmark wird - so kennt man ich n- die kommenden fünf Jahre als Chef der Wetzlarer CDU nutzen, um den Bekanntheitsgrad einerseits zu erhöhen und um andererseits deutlich zu machen, welche unterschiedlichen Inhalte es gibt.

Bedenklich ist die geringe Wahlbeteiligung von 31,9%. Zwar hat OB Wagner 29,4% der abgegebenen Stimmen erhalten, bezieht man die Stimmen aber auf die Gesamtzahl der Wähler von rund 39700, so haben ihm nur knapp 20% der Wetzlarer das Vertrauen ausgesprochen. Kein Vorwurf an Wagner, aber das relativiert natürlich ein solches Ergebnis. Die Union geht jedenfalls gestärkt in die politische Debatte im Wetzlarer Stadtparlament.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier

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