Berlin

SPD-Innensenator wirft seiner Polizei „Racial Profiling“ vor

Das dürfte es so noch nicht gegeben haben: Der eigene Innensenator unterstellt seiner ihm untergebenen Polizei im Rahmen einer Veranstaltung Racial Profiling mit der Erklärung, er sei realistisch genug, zu sehen, „dass es das gibt“. Soweit SPD-Innensenator Andreas Geisel nach einer Veranstaltung im Görlitzer Park.

Der Görlitzer Park dürfte der europäische Drogen-Hotspot Nummer 1 sein. Der Drogenhandel liegt zu einem extrem hohen Prozentsatz in der Hand von Schwarzafrikanern. Und wenn die Polizei dort kontrolliert, ist es logisch, dass diese verstärkt einer Kontrolle unterzogen werden. Viele Bürger haben Angst durch den Görlitzer Park zu gehen und nehmen lieber einen Umweg in Kauf. Die Trefferquote gibt der Berliner Polizei recht, denn die meisten der im vergangenen Jahr dort gefassten Drogenhändler stammten aus Afrika oder waren ausreisepflichtige Flüchtlinge ohne Duldung, alleine 24,4 Prozent aus Gambia. Soweit eine Zahl zur gelungenen Integration in Deutschland.

Dass ausreisepflichtige Flüchtlinge ohne Duldung dort aufgegriffen werden, ist für Berlin verständlicherweise nichts Neues, denn der rot-rot-grüne Senat lehnt es praktisch ab, diesen Personenkreis in die jeweiligen Heimatländer zurückzuschicken, obwohl sie es könnten, da man dies als eine Art Menschenrechtsverletzung empfindet. Berlin, ein Paradies für Kriminelle und abgelehnte Asylanten, denn sie müssen keine Abschiebung befürchten.

Statt sich vor seine Polizei zu stellen und die Arbeit zu loben – und die ist in Berlin für jeden Polizeibeamten schwer genug -, brandmarkt der Innensenator seine eigene Truppe mit dem Hinweis, dass er wisse, es gebe Racial Profiling. Wer einen solchen Innensenator sein Eigen nennen darf, der muss sich nicht wundern, wenn das Ansehen der Polizei in Berlin sinkt, der Respekt abnimmt und die Gewalt gegenüber Polizeibeamten zunimmt. Herr Geisel wäre gut beraten, im Sinne der Inneren Sicherheit zurückzutreten.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe5/2021