Davon profitieren Bürger

Davon profitieren Bürger -

Änderungen im Jahr 2021

Wie in jedem Jahr so ändert sich auch zu Beginn des Jahres 2021 aufgrund der Beschlüsse des Deutschen Bundestages das ein oder andere.

Positiv und wichtig

Mehr Kindergeld

Ab dem 1.1.2021 steigt das Kindergeld um 15 Euro pro Kind. Für eine Familie mit zwei Kindern bedeutet dies 360 Euro zusätzlich pro Jahr. Für das erste und zweite Kind gibt es 219 Euro monatlich, für das dritte sind es 225 Euro und ab dem vierten gibt es 250 pro Kopf. Auch der Kinderzuschlag wurde erhöht.

Baukindergeld

Bis Ende März 2021 kann noch das Baukindergeld beantragt werden. Pro Kind, das bei der Beantragung oder dem Kauf des Eigenheims noch keine 18 Jahre alt ist, können 12.000 Euro Baukindergeld, verteilt auf zehn Jahre, beantragt werden.

Mehr Wohngeld

Zur Vermeidung sozialer Härten, die sich aus der CO2-Abgabe ergeben könnten, werden die Empfänger von Wohngeld bei den Heizkosten dergestalt entlastet, dass sie 15 Euro mehr Wohngeld erhalten. Für jedes weitere Haushaltsmitglied kommen 3,60 Euro hinzu. Insgesamt profitieren rund 665.000 Haushalte davon.

Prämien beim Bausparvertrag

Seit Januar dieses Jahres erhalten Bausparer eine höhere Wohnungsbauprämie. Wer bauspart, erhält künftig 10 statt 8,8 Prozent Prämie auf die jährlichen Sparleistungen von bis zu 700 Euro für Singles und 1400 Euro bei Ehepaaren. Bisher waren das 512 bzw. 1024 Euro. Die neuen Höchstprämien gelten darüber hinaus auch für diejenigen, die bereits laufende Bausparverträge haben. Wohnungsbauprämie bekommen diejenigen, die ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 35.000 Euro (Singles) bzw. 70.000 Euro (Paare) nicht überschreiten. Die Grenzen vorher lagen bei 25.600 bzw. 51.200 Euro. Eine deutliche Verbesserung.

Mehr Gehalt und weniger Steuern

Die Einkommensgrenzen für alle Steuersätze steigen im Jahr 2021 um 1,52 Prozent, obwohl die Inflationsrate rund einen Prozentpunkt niedriger war. Mit dieser Verschiebung des Einkommenssteuertarifs soll der Effekt der sogenannten kalten Progression ausgeglichen werden. Das Ergebnis ist, dass Lohn- und Gehaltssteigerungen nicht mehr so schnell zu einem höheren Steuersatz führen.

Soli fällt weg

Für rund 33 Millionen einkommenssteuerpflichtige Erwerbstätige fällt der Solidaritätszuschlag in diesem Jahr zu 100 Prozent weg. Weitere rund 2,5 Millionen zahlen etwas weniger, und 1,3 Millionen müssen weiterhin den vollen Satz zahlen. Das Gesamtentlastungsvolumen für den Steuerzahler beträgt hier rund 10,9 Milliarden Euro.

Grundfreibetrag steigt

Für alle Steuerzahler steigt der Grundfreibetrag, auf den man keine Steuern zahlen muss. Dieser Betrag liegt bei 9744 Euro für Singles und bei rund 19.500 Euro für Paare.

Pendlerpauschale steigt

Seit dem 1.1.2021 gilt eine neue Pendlerpauschale ab dem 21. Kilometer, die auf 35 Cent pro Entfernungskilometer erhöht worden ist. Für die ersten 20 Kilometer bleibt es bei den bekannten 30 Cent.

Mindestlohn steigt

Der gesetzliche Mindestlohn steigt in diesem Monat von 9,35 Euro brutto pro Stunde auf 9,50 Euro. Zum 1.7. dieses Jahres steigt er weiter auf 9,60 Euro. Bis 2022 wird er auf 10,45 Euro angehoben werden.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe1/2021