Bushaltestellenhäuschen als Klimaretter?

Die in Wetzlar regierende Koalition aus SPD, Freien Wählern und Grünen lässt nun prüfen, ob eine Begrünung der Wartehäuschen an Bushaltestellen technisch möglich sei und was dies koste. Ein weiterer Versuch der Koalition in Wetzlar, sich an der Oberfläche in einem für sie günstigen Licht erscheinen zu lassen.

Blickt man allerdings hinter den schönen Schein, so stellt sich die Frage, warum man in Wetzlar darauf verzichten will, die einige hundert Quadratmeter große Außenfassade des noch zu bauenden Parkhauses in der Goethestraße zu begrünen? Mit selbstklimmenden Pflanzen wie Efeu und Wildem Wein wäre dies preiswert und mit hohem Nutzen für Insekten, Vögel und das Innenstadtklima möglich gewesen. Stattdessen versucht man sich jetzt im Kleinen an den Bushaltestellenhäuschen.
Unabhängig vom noch ausstehenden genauen Ergebnis der Prüfung, werden dies wohl die teuersten Quadratmeter einer Begrünung in Wetzlar bei einem sehr begrenzten Nutzen für die Umwelt. Mit viel Geld wenig zu erreichen ist wohl ein Markenzeichen der rot- orange- grünen Koalition in Wetzlar! Wichtig für Maßnahmen dieser Regierung ist immer auch der Medieneffekt, die Tünche, die von außen zu sehen ist, emotionale statt der gebotenen rationalen Politik. Die Rechnung dafür bekommen Wetzlars Bürgerinnen und Bürger präsentiert.
 

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Andreas Altenheimer
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Aktuelle Ausgabe07.01.