SPD-Lauterbach will persönliche Freiheit zur Bewältigung des Klimawandels einschränken

Wenn es der 1. April wäre, könnte man an einen Aprilscherz denken, doch dies würde eine gewisse Grundart von Humor voraussetzen, die bei der „Kassandra der Nation“, Karl Lauterbach, per se kaum vorhanden ist.

Henryk M. Broder wies in der Zeitung „Die Welt“ auf folgende Erklärung Lauterbachs hin: „Wir benötigen Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemiebekämpfung sind.“ Mit anderen Worten, Lauterbach spricht sich dafür aus, dass zur Bekämpfung des Klimawandels Ausgeh-, Reise- und Besuchsverbote ausgesprochen werden, damit es wenig Bewegung, wenig Mobilität… gibt. Dass sich das Klima verändert, ist eine Tatsache, nichts Neues – und das Ganze völlig losgelöst vom Menschen, denn wie sonst wären Warmzeiten oder Eiszeiten zu erklären? Wie sonst ist zu erklären, dass gerade aktuell vor wenigen Tagen die Meteorologen in Sibirien neue Kälterekorde von minus 49 Grad gemessen haben und es dort so kalt gewesen ist wie in den vergangenen 50 bis 100 Jahren nicht mehr?

Während wir in Deutschland um jede Tonne CO2-Ausstoß einen erbitterten ideologischen Kampf führen, scheren sich andere Staaten in keinster Weise darum. Unser CO2-Ausstoß ist seit 1990 um ca. 35 Prozent auf rund 750 Millionen Tonnen gesunken, während China seinen CO2-Ausstoß um über 300 Prozent auf rund 9,8 Milliarden Tonnen vergrößert hat, Indien plus 300 Prozent, Saudi-Arabien plus 250 Prozent, Indonesien plus 225 Prozent, Südkorea plus 150 Prozent. Während wir uns selbst überstiegene enge Fesseln anlegen, dürfen die größten CO2-Emittenten bis 2030 weiter unlimitiert emittieren. Logisch ist das nicht.

Weltweit sind 165.000 Milliarden Tonnen CO2 in der Natur! Aus der Verbrennung fossiler Energie entstehen ca. 35 Milliarden CO2, also 0,02 Prozent - und nun kann man sich den Anteil Deutschlands daran mit 750 Millionen Tonnen ausrechnen. Um vielleicht auf 700 Millionen Tonnen zu kommen, möchte Lauterbach die Lebensqualität wie in der derzeitigen Corona-Zeit auf Dauer erheblich einschränken.

Wer dies fordert, ruiniert die deutsche Wirtschaft, ruiniert die Arbeitsplätze, ruiniert die Finanzkraft des Landes und zerstört den sozialen Frieden, denn verteilt werden kann nur das, was vorher erwirtschaftet worden ist. Die SPD-Spitze wäre gut beraten, diesen Mann politisch endlich abzuberufen.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe1/2021