Mit EU-Geldern finanziert

Palästinensische Schulbücher, in denen das Verbrennen von Juden
als „Barbecue-Party“ gefeiert wird

Seit 2017 stellte die EU mehr als eine Milliarde Euro für die palästinensische Autonomiebehörde zur Verfügung, um eine „qualitative Bildung“ im Westjordanland und dem Gaza-Streifen sicherzustellen. Soweit, so gut. Es sind dies Schulbücher, mit denen aktuell rund 1,3 Millionen palästinensische Kinder und Jugendliche unterrichtet werden.

Im Mai dieses Jahres attestierte das EU-Parlament das „fortgesetzte Versagen“ in dem Bemühen, problematische Inhalte aus palästinensischen Schulbüchern zu entfernen. Die EU-Kommission beauftragte das Georg-Eckert-Institut (GEI) mit Sitz in Braunschweig damit, den Lehrplan für Schulen zu überprüfen, inwieweit die eingesetzten Schulbücher mit den UNESCO-Kriterien der Friedenserziehung vereinbar sind.

Panne oder Absicht?

Im August dieses Jahres wurde ein 177-seitiger Zwischenbericht des Instituts öffentlich. Anders, als die in Israel ansässige Nichtregierungsorganisation Impact-Se, erklärte das GEI, dass es positive Entwicklungen gebe. So seien in die Schulbücher, wie der „Tagesspiegel“ und die „Welt am Sonntag“ berichteten, diverse Stellen eingefügt worden, die für „Frieden werben oder Toleranz gegenüber Israelis“ zeigen. Und die Autoren dieser Studie kommen zum Ergebnis, dass dies ein Zeichen für „sorgfältige Überlegung und Differenzierung“ gegenüber Israelis darstelle.

Der verwunderte Beobachter reibt sich die Augen und stellt fest, dass die untersuchten Bücher nicht diejenigen sind, die von den Palästinensern zum Einsatz gebracht werden, sondern Bücher, mit denen arabische Schüler in Ost-Jerusalem unterrichtet und vom Staat Israel bezahlt und gestellt werden. Mit anderen Worten: Hier sind die falschen Schulbücher untersucht worden. Und das auf 177 Seiten. Das will niemand bemerkt haben? Wenn dem so ist, kann man nur von einem eklatanten Versagen dieses Instituts sprechen.

Die traurige Wahrheit

In der dritten Klasse lernen die palästinensischen Kinder ein kurzes Gedicht: „Ich werde mein Blut opfern, um damit das Land der Großmütigen zu tränken… und die restlichen Fremden zu vernichten.“ Juden, so heißt es im Fünftklässlerbuch, seien „Feinde des Islams“ und würden niemals aufhören, Muslime mit hinterhältigen Mitteln zu bekämpfen. Siebtklässler lernen in Sozialkunde, die Juden planten, die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören. In Mathematik gibt es eine Rechenübung: Wenn ein jüdischer Siedler auf zehn vorbeifahrende Autos schießt und die Wahrscheinlichkeit eines Treffers 70 Prozent beträgt, wie groß ist die erwartete Anzahl der getroffenen Fahrzeuge? In Physik wird das zweite Newtonsche Gesetz anhand von Steinschleudern erklärt, die gegen israelische Soldaten eingesetzt werden. In Geographie finden sich die klassischen antisemitischen Stereotype, dass Juden „das Geld, die Politik und die Medien“ kontrollieren würden. In einem Chemiebuch finden sich Phosphorbomben als Anwendungsbeispiel. In einem Arabischbuch für Neuntklässler wird das Verbrennen von Juden durch Molotow-Cocktails mit einer Grillparty gleichgesetzt.

Dschihad als „der wichtigste Sinn des Lebens“

Die Verehrung von Märtyrern zieht sich durch die Schulbücher aller Klassen. In der fünften Klasse wird gelehrt, dass für einen Palästinenser Kampf, Dschihad und das Opfern des eigenen Lebens „der wichtigste Sinn des Lebens“ sind. Märtyrer sind die wahren Helden. Die Terroristen des Münchener Olympia-Attentats werden entsprechend als Helden verehrt.

Antisemitismus steigt

Wenn in Deutschland Klage darüber geführt wird, dass der Antisemitismus in der Gesamtsumme steigt, so ist dies bedauerlicherweise richtig. Es gibt den rechtsradikalen Antisemitismus, es gibt den Antisemitismus bei der extremen Linken, und es gibt einen sehr stark zunehmenden muslimischen Antisemitismus, der größtenteils in den letzten Jahren importiert wurde. Ein Thema, das medial nicht präsent ist, weil es das Scheinbild einer gelungenen Integration und einer gelingenden Multi-Kulti-Gesellschaft stören würde. Also schweigt man medial lieber.

Je mehr Muslime, generell formuliert, das trifft natürlich nicht auf alle zu, auch das gehört zur Wahrheit dazu, nach Deutschland kommen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der muslimische Antisemitismus weiter wachsen wird. Denn was will man von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen erwarten, die in dieser hasserfüllten Form sozialisiert worden sind? Die praktisch mit der Muttermilch den Hass auf Israel, den Antisemitismus und den Hass auf die dekadente westliche Welt gelernt haben. Die EU wäre gut beraten, sofort sämtliche finanziellen Unterstützungen komplett einzustellen, die palästinensische Autonomiebehörde aufzufordern, sämtliche Bücher stante pede, also sofort einzustampfen. So wird es nie (!) Frieden geben.

„Ich habe“, so der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer, „die Bundesbildungsministerin aufgrund dieser Erkenntnisse mit der Bitte angeschrieben, mitzuteilen, inwieweit der deutsche Steuerzahler eventuell auch direkt an Zuschüssen beteiligt ist. Indirekt ist er es dadurch, dass die EU entsprechend auch mit deutschen Steuergeldern finanziert wird. Solche Machwerke gehören in keine Schule.“

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe7/2021