Kreis soll prüfen, ob ein Notfallverbund „Kulturgutschutz“ möglich ist

In einem weiteren Antrag hat die CDU-Kreistagsfraktion aktuell den Kreisausschuss aufgefordert, zu prüfen, inwieweit sich für den Lahn-Dill-Kreis die Gründung eines sogenannten „Notfallverbundes Kulturgutschutz“ einrichten lässt. Zur Begründung führten die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nicole Petersen und Tim Schönwetter, Fachmann für Tourismus, Geschichte und Museen, an, dass bei Katastrophenfällen in der Vergangenheit die Rettung von Kulturgut in Museen, Bibliotheken oder auch Archiven eine besondere Herausforderung dargestellt hätten. Dabei bedürfe es einer engen Zusammenarbeit von Kultureinrichtungen mit Feuerwehr und Katastrophenschutz zur Vorbereitung und Umsetzung spezieller Maßnahmen bei Prävention, Bergung und Schadensbehandlungen.

Unter einem Notfallverbund, so Schönwetter, verstehe sich die institutionelle Planung und Organisation zum Schutz von Kulturgütern in Katastrophenfällen. In einigen Regionen in Deutschland - auch in Hessen - sei es bereits zur Gründung entsprechender Notfallverbünde gekommen. Daraus hätten sich verschiedene, auf die jeweilige Kulturlandschaft abgestimmte Maßnahmen entwickelt, die von Einsatzkräfteschulungen, speziellen Einsatzplänen oder Notfallboxen bis zur Containerausstattung reichen würden. Im Übrigen habe das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dazu auch einen Sicherheitsleitfaden Kulturgut geschaffen.

Auch im Lahn-Dill-Kreis gebe es hochwertige Kunstsammlungen, teils in öffentlicher, teils in privater Trägerschaft, die es wert seien, in jeder Beziehung präventiv geschützt zu werden. Daher erhoffe sich die Union eine entsprechende Zustimmung der anderen Fraktionen.

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Tim Schönwetter
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Aktuelle Ausgabe01.07.