CDU Lahn-Dill stellt Kandidatenliste für die Kommunalwahl auf

Spitzenkandidat Hans-Jürgen Irmer:
„35 Jahre SPD sind genug“

Die Aufstellung der Kandidatenlisten für den Kreistag, dessen neue personelle und parteipolitische Zusammensetzung bei der am 14. März 2021 stattfindenden Kommunalwahl in Hessen neben den Parlamenten in Städten und Gemeinden ansteht, läutet auch den Wahlkampf ein. Der CDU-Kreisverband Lahn-Dill beschloss in der Stadthalle Aßlar seine 69 Namen umfassende Liste, die vom Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer (Wetzlar) angeführt wird. Irmer gehört seit 41 Jahren dem Kreistag an und ist dort seit 1989 Vorsitzender der CDU-Fraktion. Auf der Liste folgen auf den Plätzen zwei bis elf Elisabeth Müller (Bischoffen), MdL Jörg Michael Müller (Herborn), Nicole Petersen (Mittenaar), MdL Frank Steinraths (Wetzlar), Prof. Dr. Katja Silbe (Leun), Kevin Deusing (Dillenburg), Anna-Lena Bender (Hüttenberg), Carsten Braun (Driedorf), Heike Ahrens-Dietz (Solms) und Michael Hundertmark (Wetzlar).

MdL Müller, der zugleich als Versammlungsleiter fungierte, konnte 99 anwesende Delegierte begrüßen, eine stattliche Zahl angesichts der vom Corona-Virus verursachten Irrungen und Wirrungen. Er stellte den Delegierten eine „schlagkräftige“ Liste vor, die eine sich durch Geschlossenheit, Klarheit und Verlässlichkeit auszeichnende CDU Lahn-Dill widerspiegele und sich durch eine erfolgreiche Mischung aus erfahrenen und jungen Kräften unterschiedlichster Berufe und Herkünfte, aus Stadt- und Gemeindeverbänden sowie allen Regionen des Landkreises darstelle. „Und durch viele neue Gesichter“, ganz im Gegensatz zu anderen politischen Wettbewerbern. Unter den ersten 26 Kandidaten der CDU-Liste sind zehn Frauen zu finden. Ausdrücklich wies Müller auf den Umstand hin, dass die CDU Lahn-Dill ganz bewusst auf eine Frauenquote verzichtet habe. Ziel und Aufgabe der CDU sei - wie auch in der Vergangenheit der Fall -, „sich im Geiste und auf der Basis einer konservativen Grundhaltung aus der Erfahrung von gestern heraus um das Morgen zu kümmern“.

Laut Kreis- und Fraktionsvorsitzendem Hans-Jürgen Irmer bietet die mit sehr großer Zustimmung beschlossene Liste die Gewähr, bei der Kommunalwahl reüssieren zu können. Die CDU sei ohnehin als „rege, aktive und bürgernahe Partei der stabilisierende Faktor in der Region“. Den Bürgern sei die Lahn-Dill-CDU seit 30 Jahren als „Kümmerer“ und als Partei der Seriosität und Glaubwürdigkeit bekannt. Irmer verwies auf 180 Anträge, die die CDU-Fraktion im Kreistag - sie ist dort die stärkste politische Kraft - eingebracht habe. Leider seien viele dieser Anträge von der Regierungskoalition aus SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP abgelehnt worden. Um dann allerdings in zahlreichen Fällen und leicht abgewandelter Form als deren eigene Initiative wieder auf den Tisch des Hauses zu kommen.

Trotz ihrer Oppositionsrolle hat die CDU laut Irmer „zahlreiche wichtige Erfolge auf vielen Feldern“ erzielt. Als größten davon nannte der Spitzenkandidat das Schulzentrum in Wetzlar. „Ohne die CDU gäbe es kein neues Schulzentrum - und ohne die CDU wäre daher für die Schülerinnen und Schuler Chaos produziert worden.“ Irmer verwies auf rund 1500 Gespräche und Treffen der CDU-Kreistagsfraktion und des Kreisverbandes in den letzten drei Jahrzehnten mit Vereinen, Verbänden, Organisationen und anderen Gruppierungen, was die Bürgernähe der Christdemokraten und das Bemühen um Problemlösungen auf allen Ebenen dokumentiere. „Das ist eine gewaltige ehrenamtliche Leistung, auf die ich stolz bin.“

Es brauche mittlerweile vier Parteien, um die CDU als stärkste Kraft im Kreistag „vom Regieren abzuhalten“. Aufgrund ihrer bürgernahen Politik zum Wohle des Kreises habe es die CDU verdient, bei der Wahl so stark zu werden, dass gegen oder ohne die Union eine Kreisregierung nach der Wahl im März nicht zustande kommen könne. „Die Zeit für einen Wechsel ist reif - 35 Jahre SPD im Kreis sind genug“, gab Irmer als Parole aus. Frischer Wind sei nötig, zukunftsweisend und ideologiefrei und weg von faulen Formelkompromissen. Die CDU sei der „Motor der Kreispolitik“, die mit einem starken Kommunalwahlergebnis einen „hauptamtlichen Turbo“ zünden wolle, „um umsetzen zu können, was den Kreis nach vorne bringt“.

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Franz Ewert

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