Oberbürgermeister-Wahl:

Hundertmark will Wagner ablösen

Die Wetzlarer CDU hat ihren Partei- und Fraktionsvorsitzenden Michael Hundertmark zum Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl am 14. März 2021 nominiert. Der 32-Jährige Lehrer erhielt auf einer Mitgliederversammlung in der Stadthalle Wetzlar 96,7 Prozent der Stimmen. Der Nauborner unterrichtet die Fächer Chemie und Physik. Er ist seit über 15 Jahren ehrenamtlich in der Kommunalpolitik engagiert, zunächst im CDU-Ortsverband Wetzlar-Nauborn, seit 2011 auch im Ortsbeirat und als Stadtverordneter. Seit 2013 ist er Vorsitzender des Wetzlarer CDU-Stadtverbands, 2017 hat er auch den CDU-Fraktionsvorsitz in der Stadtverordnetenversammlung übernommen.

In einer kämpferischen Rede kündigte Hundertmark an, bei der OB-Wahl am 14. März auf Sieg zu setzen. Die jetzige Regierungskoalition unter dem SPD-Oberbürgermeister Wagner habe durch intransparente Entscheidungen und Verweigerung von Dialog mit den Bürgern viel Vertrauen in der Bevölkerung verspielt. Seit deren Amtsantritt 2011 schössen in Wetzlar daher Bürgerinitiativen wie Pilze aus dem Boden, mit denen nicht offen gesprochen werde. „Wir warten schon im dritten Jahr auf eine Bürgerversammlung, die die Hessische Gemeindeordnung eigentlich jährlich vorsieht. Ich würde mich als Oberbürgermeister dafür einsetzen, dass jährlich eine Bürgerversammlung stattfindet“, sagte Hundertmark. Die CDU habe immer das direkte Gespräch mit den Initiativen gesucht. „Mein Ziel ist Dialog und offene Kommunikation mit den Bürgern.“

Nein zu Windrädern in Blasbach

Als Beispiel für Dialogverweigerung nannte Hundertmark die Auseinandersetzung um die Windkraft in Wetzlar-Blasbach. Die Initiative gegen die Windkraftanlagen warte seit Jahren auf eine versprochene Informationsveranstaltung. „Der grüne Dezernent Kortlüke hat seine Ankündigung zum Dialog bis heute nicht eingelöst“, so Hundertmark. Die CDU spreche sich für erneuerbare Energien aus, aber nur, wenn sie ökologisch und ökonomisch sinnvoll seien. Dies sei in Blasbach nicht der Fall. Aus „ideologischer Verbohrtheit“ halte Kortlüke dennoch an dem Projekt fest, wogegen der heimische Energieversorger Enwag es bis heute aus guten Gründen ablehnt, sich an den Anlagen zu beteiligen.

Auch in der Verkehrspolitik kritisierte Hundertmark eine ideologische Schlagseite von Rot-Grün. Der Platz für den Autoverkehr werde stark verengt, während die Anmeldezahlen für Kraftfahrzeuge in Wetzlar seit Jahren zunähmen. Man trete für Radwege ein, wo es genügend Platz gebe. Wer jedoch auf engen Straßen zusätzliche Engstellen einrichte, gefährde die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Die stark belasteten Verkehrsknotenpunkte müssten entschärft werden, bevor die Hochbrücke der B 49 im Jahr 2027 außer Betrieb gehe.

Für Senkung der Grundsteuer

Der OB-Kandidat kritisierte auch die „maßlose Erhöhung“ der Grundsteuer B für Hausbesitzer und Mieter auf 780 Prozentpunkte. Nach Abschaffung der Straßenbeiträge auf Vorschlag der CDU sei eine moderate Erhöhung der Grundsteuer angebracht gewesen, so Hundertmark. Tatsächlich habe die SPD-geführte Stadtregierung die Steuer jedoch doppelt so stark angehoben wie eigentlich sachlich begründet.

Hundertmark, der in seiner Freizeit u.a. Tischtennis in der 2. Herrenmannschaft des BC Nauborn spielt und sich als Sitzungspräsident des Nauborner Karnevals-Clubs einen Ruf verschafft hat, ist auch Spitzenkandidat der CDU Wetzlar für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung. Der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Steinraths lobte die Nominierung von Hundertmark: „Die Wetzlarer CDU schickt einen dynamischen und kompetenten Kandidaten ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Michael Hundertmark ist mit seinen vielfältigen Erfahrungen im Beruf, in der Kommunalpolitik und in der Vereinsarbeit für dieses Amt prädestiniert. Er ist geerdet und heimatverbunden und für die Kandidatur zum Oberbürgermeister erste Wahl.“

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Michael Hundertmark
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