Von Linksradikalen in Gießen

200 Autos zum Abfackeln markiert

Leider gibt es Menschen, die nicht bereit sind, zu akzeptieren, dass es höchstrichterliche Entscheidungen gibt, die zu befolgen sind. Ob man Urteile des Bundesverfassungsgerichtes für gut oder schlecht hält, ist unmaßgeblich. Es ist das höchste deutsche Gericht. Gegebenenfalls kann man, je nach Thema, vor dem Europäischen Gerichtshof klagen.

200 Autos beschädigt

Für die Linksradikalen gelten offenkundig nur eigene Gesetze. Das Bürgerliche Gesetzbuch oder auch das Strafgesetzbuch sind für sie ohne Bedeutung. Sie glauben, sich ihr eigenes Recht zu Lasten der Allgemeinheit nehmen zu können. Auf der linksradikalen Internetform indymedia.org gab es jetzt ein Bekennerschreiben im Zusammenhang mit den geplanten Abholzungen im Dannenröder Forst. Diese Abholzung ist zwingend notwendig, um die A 49 weiterbauen zu können, und zwar unter ökonomischen Aspekten genauso wie unter ökologischen. Dies hat jetzt zu ersten massiven Protestaktionen geführt.

Auf indymedia.org konnte man Folgendes lesen: „Hallo, letzte Nacht haben wir mit den Markierungsarbeiten begonnen. Durch unsere Aktion ‘Freigabemarkierung zum Abfackeln’ wollen wir Aufmerksamkeit für die angedrohte Räumung der Besetzung im Dannenröder Forst schaffen… Wir haben vorerst eine Menge großspurige Karren mit einem Streifen Farbe gekennzeichnet… Die Nummernschilder der markierten Dreckschleudern wurden aufgezeichnet. Falls tatsächlich eine Räumung beginnt, werden diese dann aus dem Verkehr genommen. Sollte es gelingen, Nummernschilder zu tauschen oder die Fahrzeuge in der ‘heißen’ Phase außerhalb der Stadtgrenzen zu parken, machen wir unmarkierte Ersatzautos platt… Solidarität mit den WaldbesetzerInnen und allen vergleichbaren Aktionen weltweit!“

Soweit der Aufruf zur Gewalt durch Linksradikale, die ihren Worten Taten folgen ließen, denn Ende September wurden im Stadtgebiet Gießen über 200 Fahrzeuge mit einem „X“ in roter Farbe versehen. Diese farblich markierten Autos mit dem roten „X“ sollen abgefackelt werden, wenn die Baumfällarbeiten im Dannenröder Forst beginnen. Der Sachschaden jetzt aktuell dürfte sich nach Expertenschätzung auf etwa rund 100.000 Euro belaufen. Die Polizei bittet deshalb um verstärkte Aufmerksamkeit und appelliert an die Bevölkerung: Wer Personen mit rotbeschmierter Bekleidung oder rotgefärbten Händen gesehen hat, der möge sich an die jeweils nächste Polizeistelle – auch vertraulich – wenden.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe10/2020