Braunfels - Sonnenenergie wird gefördert

100.000 Euro Fördermittel für Photovoltaikanlagen

Um einen echten Beitrag zur Energiewende in Braunfels zu leisten, stellten die Fraktionen von CDU und FDP/FWG den Antrag, die Richtlinie zur Förderung von Anlagen für Sonnenenergie zu überarbeiten. Dies hat zur Folge, dass in den Jahren 2021 bis 2025 jährlich 20.000 Euro als Fördermittel für die Braunfelser Bevölkerung zur Verfügung stehen. Förderungsfähig sind neue Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) und deren Speichermedien mit jeweils 1000 Euro.

„Lippenbekenntnisse und Wunschvorstellungen werden durch konkretes Handeln abgelöst“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Sascha Knöpp. „In der Vergangenheit hat sich in Braunfels gezeigt, dass man nur mit der Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürgern vor Ort die Energiewende unterstützen kann“, so Knöpp weiter. Der Antrag wurde mit Stimmen der Antragsteller angenommen. Jüngstes Beispiel für ein Scheitern am Willen der Bevölkerung war der von einem Investor geplante Solarpark in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung im Ortsteil Philippstein. Nachdem die Bürgerinnen und Bürger fundierte Gegenargumente vorbrachten, der Ortsbeirat einstimmig das Projekt ablehnte und die CDU mit Ablehnung drohte, zog der Investor zurück. Ortsvorsteher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Niels Engelmann (CDU) betonte gegenüber dem Wetzlar Kurier, dass die CDU die Auffassung der Bürgerinnen und Bürger aus Philippstein ausdrücklich teilt, PV-Anlagen gehören auf das Dach. „Mein Dank gilt zudem Bürgermeister Breithecker, der sich auf die Seite der Bürgerinnen und Bürger statt ideologischer Investoren gestellt hat. Dies erwartet man von einem Bürgermeister.“ Dies untermauert der weitere Antragstext, denn die Stadt soll prüfen, inwieweit städtische Dachflächen an Investoren zum Aufbau von PV-Anlagen vermietet werden können. Bevorzugt sind dabei Bürgerbeteiligungsmodelle, um die Bevölkerung partizipieren zu lassen.

200 Meter Mindestabstand zur Wohnbebauung beschlossen

„Grundsätzlich lehnen die Christdemokraten Solarparks nicht ab, aber vordergründig ist die Akzeptanz in der Bevölkerung vor Ort und hier insbesondere der Abstand zur Wohnbebauung zu berücksichtigen“, so die Union. CDU und FDP/FWG setzen hier einen Abstand von 200 Metern zur Wohnbebauung bei direkter Sichtverbindung durch. In der Stadtverordnetensitzung wurden bereits erste Flächen genannt, die dieser Vorgabe entsprechen würden. „Wir leisten mit unseren Beschlüssen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und agieren geradlinig, verlässlich und bürgernah“, so der Fraktionschef abschließend.

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Sascha Knöpp
Sascha Knöpp
Aktuelle Ausgabe10/2020