Entspannung für Schüler, Schulen, Kinder und Eltern

Kitas im Notbetrieb, Schulen geschlossen, Schüler im Heimunterricht. Das war im März und April das Bild in Hessen und ganz Deutschland. Geschuldet war es dem Ausbruch des Coronavirus und der weltweiten Pandemie. „Die Schließung vieler öffentlicher Einrichtungen war absolut notwendig zum Schutz der Bevölkerung. Wir konnten und wollten es nicht riskieren, dass sich Kinder und Schüler anstecken oder ihre Eltern. Die Infektionskette wäre endlos gewesen. Durch die Maßnahmen konnten wir erfolgreich die Ansteckungsrate, Stichwort ‚flatten the curve‘, reduzieren“, berichtet der Landtagsabgeordnete Frank Steinraths.

Seit mehr als zehn Wochen meistern viele Familien in der Corona-Pandemie eine außergewöhnliche Situation. Das häusliche Lernen der Kinder muss mit dem Berufsalltag organisiert werden, gleichzeitig erfolgt die Betreuung jüngerer Geschwisterkinder und irgendwie natürlich auch die Erledigung alltäglicher Arbeiten und Pflichten. „Dafür gebührt allen Eltern, Lehrkräften, Sozialpädagogen sowie der Schulverwaltung Anerkennung und Dank“, so Steinraths.

„Wir haben zu Beginn der Pandemie schnell und entschlossen gehandelt. Durch diese Entschlossenheit konnten die Menschen unserem Krisenmanagement vertrauen. Das war in diesen Zeiten ein wichtiger Punkt für den Erfolg. Der Zusammenhalt und die Disziplin der Menschen außerordentlich“, erklärt der Abgeordnete.

Während der Schulschließung wurde das Abitur, unter Einhaltung der Vorschriften, geschrieben. Auch an anderen Schulformen wurden die Abschlussprüfungen abgehalten. Entgegen einiger Bedenken liefen diese Prüfungen alle reibungslos bei einer Teilnehmerquote von über 96 Prozent. Die Teilnahme war den Schülern freigestellt. „Die Digitalisierung hat in dieser Zeit auch einen riesen Sprung nach vorne gemacht. So wurden 300 Schulen mit dem Schulportal verbunden, um das Lernen von zu Hause zu ermöglichen“, führt Steinraths aus. Auch erwies sich die Notbetreuung an Schulen und in Kitas als Erfolg.

Seitdem die Schulen Ende April langsam wieder öffnen, werden auch alle nötigen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten. „Lehrer wie Schüler halten sich vorbildlich an die nötigen Maßnahmen. Der Unterricht kann so relativ normal abgehalten werden. Dafür erhielten die Schulen insgesamt 1,5 Millionen Mundschutzmasken sowie Tausende Liter Desinfektionsmittel“, so der Abgeordnete.

Die neuen Erfahrungen werden in den künftigen Unterricht mit einfließen. Gerade im Bereich der Digitalisierung gab es einen sehr großen Schub. „Insgesamt stocken wir die Mittel des Digitalpakts Schule auf nun 142 Millionen Euro auf“, ergänzt Steinraths.

Bezüglich der Kleinsten unter uns hat das Land entschieden, dass die Kitas verantwortungsbewusst wieder ab dem 2. Juni geöffnet werden sollen. Dabei liegt die Entscheidung vor Ort bei den Gemeinden und Kitas selbst, um individuell die bestmögliche Lösung anbieten zu können. „Dabei gelten neben den Hygiene- und Abstandsregeln vor allem ausreichend Platz und genügend Personal. Es wird also in der jeweiligen Kita entschieden, wann und wie viele Kinder wieder in die Einrichtung gehen können“, schließt der Abgeordnete ab.

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Frank Steinraths
Frank Steinraths
Landtagsabgeordneter CDU Lahn-Dill

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