Studie belegt

Je höher die Sozialleistung, desto mehr Zuwanderung

In der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ war im Dezember letzten Jahres ein Bericht zu lesen, wonach die Universität Princeton mit Hilfe von Langzeitdaten untersucht hat, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Höhe der Sozialleistungen und der Höhe der Zuwanderungszahlen. Untersucht wurde Dänemark über einen Zeitraum von 1980 bis 2017. Das Interessante dabei ist, dass es Phasen des üppigen Auszahlens gab, aber auch Zeiten von drastischer Reduzierung von Sozialleistungen.

Die spannende Frage war und ist, ob eine reduzierte Sozialhilfe mit geringerer Migration einhergeht und eine höhere Sozialhilfe überproportional nichtwestliche Zuwanderer anlockt. Im Zeitraum von 2002 bis 2011 gab es unter der Verantwortung der damaligen liberal-konservativen Regierung erstmalig eine deutlich verminderte Sozialhilfe für nicht westliche Zuwanderer. Diese Restriktionen wurden von der seinerzeitigen sozialdemokratischen Linksregierung 2011 wieder abgeschafft mit dem Ergebnis, dass sich die Anzahl der nicht westlichen Zuwanderer in dem relativ kurzen Regierungszeitraum fast verdoppelt hatte. Danach kam die Mitte-Rechts-Regierung, die die Sozialhilfe wieder drastisch gekürzt hat mit dem Ergebnis, dass die Zuwandererzahlen wieder deutlich abnahmen.

Interessant auch, dass die Kürzung der Sozialhilfe keinen negativen Einfluss auf den Zustrom von Arbeitsmigranten und Studenten hatte, denn wer arbeiten will, arbeiten kann, die entsprechende fachliche Qualifikation hat, ist auf Sozialhilfe nicht angewiesen. Deshalb ist diese Frage für diesen Personenkreis keine primäre.

Keine neue Erkenntnis

Im Grunde genommen ist diese Erkenntnis nicht neu, denn auch in Deutschland haben wir Zustrom in aller Regel deshalb, weil die Sozialleistungen im Vergleich zu anderen Ländern reichlich fließen, ob es sich dabei um die Mietübernahme handelt, Krankenkassenkostenübernahme oder Zuschüsse, ob die normalen Regelsätze, ob hohes Kindergeld im Vergleich zu den Kindergeldzahlungen im europäischen Ausland. All das sind Faktoren, die eine zentrale Rolle spielen, die man politisch korrekt, wie wir in Deutschland sind, nicht oder selten thematisiert. Unvorstellbar, dass in Deutschland eine solche Studie einmal angestellt würde. Das zu erwartende Ergebnis würde mit dem Begriff des Rassismus wahrscheinlich noch zurückhaltend bewertet. Umso besser, dass es jetzt einmal eine wissenschaftliche Studie gibt, die genau diesen Zusammenhang valide dokumentiert.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe9/2020