Selbst „taz“ kritisiert Linkspartei
„Zwei Lager wie zwei Schafböcke“

Sie wollen Deutschland regieren, zumindest erheben sie den Anspruch, wollen der Welt erklären, was sozial gerecht ist und was nicht, sind aber noch nicht einmal in der Lage, einen profanen Vorstand im Deutschen Bundestag zu wählen. Gemeint ist die Linkspartei. Zwei Posten sind im 13-köpfigen Vorstand noch zu vergeben. Auch im dritten Wahlgang schafften es die namentlich völlig unbekannten Abgeordneten nicht, so dass sogar die linke „taz“ zum Ergebnis kam, „dass sich in der Fraktion zwei Lager herausgebildet haben, die bei jeder Gelegenheit wie zwei Schafböcke aufeinander zu rennen und sich dabei ineinander verkeilen und blockieren“, so formuliert am 12.12.2019.

Es gibt bei den SED-Nachfolgern zwei Flügel, die etwa gleich stark sind: sogenannte Reformer im weitesten Sinn auf der einen Seite und „Bewegungs-Linke“ auf der linken Seite. Noch viel linker geht eigentlich nicht. Aber sie schaffen es immerhin, sich gegenseitig zu neutralisieren. Kritik im Übrigen auch an der neuen Fraktionsvorsitzenden Mohamed Ali, die im Gegensatz zu ihren Ansprüchen, die Fraktion einen zu wollen, nach Aussage anderer Abgeordneter keinerlei Bewegung diesbezüglich habe erkennen lassen.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe4/2020