CDU für Aufwertung der Friedhöfe

Stadt soll Friedhofsgärten als Ergänzung bewerten

Die CDU-Stadtverordnetenfraktion Braunfels hat festgestellt, dass der Pflegezustand, die Bestattungsformen und die Gestaltung der städtischen Friedhöfe immer wieder Themen in der Bevölkerung sind. Der Trend zu Feuerbestattungen ist mit knapp 85 Prozent ungebrochen und auf die klassische Urnenwand fällt sodann häufig die Wahl. Erdbestattungen sind selten und die ursprünglich auf den Friedhöfen vorgesehenen Grabfelder sind schlichtweg Grünflächen.

Daher stellt sich für die CDU und die Bevölkerung die Frage, wie Friedhöfe zukünftig angelegt werden sollen. „Der Anspruch der Bürgerinnen und Bürger an eine würdevolle Trauerstätte lässt sich mit den Worten gepflegt, barrierefrei und liebevoll beschreiben,“ so die Stadtverordnete Carmen Lenzer (CDU) als Fazit aus unzähligen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern. Als eine mögliche Ergänzung zu heute werden Friedhofsgärten gesehen, die auch als Memoriam Garten bekannt sind. In Deutschland gibt es bereits 100 dieser Gärten, u.a. auch in der Stadt Wetzlar. Im Zuge der Einrichtung eines solchen Gartens arbeiten Stadt, Landschaftsgärtner/Gärtnereien und Steinmetze zusammen, um einen besonderen Raum zu schaffen, in dem Grabstätten mit Pflegeabsicherung erworben werden können. Darüber hinaus wird ein Ort auf dem Friedhof geschaffen, an dem man aufrichtig trauern kann und der darüber hinaus durch seine Bepflanzung auch die heimische Fauna fördert.

„Als CDU sehen wir dieses Konzept als attraktive Ergänzung zu den bestehenden Konzepten auf den heimischen Friedhöfen an. Um sich mit der Thematik intensiv in Braunfels auseinanderzusetzen und nähere Informationen zu erhalten, haben wir einen entsprechenden Berichtsantrag für den Fachausschuss gestellt“, so Lenzer für ihre Fraktion. CDU-Fraktionschef Sascha Knöpp ergänzte, dass die CDU die Einrichtung des Waldfriedhofes unterstützt und die Umsetzung konsequent einfordert. „Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich diese Form der Bestattung und dem wollen wir nachkommen. Dies steht in keinem Gegensatz zu Friedhofsgärten, sondern spiegelt die Vielfalt wider.“

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Sascha Knöpp
Sascha Knöpp

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Aktuelle Ausgabe07.11.