Die deutsche Wiedervereinigung war ein gigantischer
Beitrag zum Umweltschutz
Sozialismus führt zu Umweltzerstörung

Es ist schon erstaunlich, welche Geschichtsvergessenheit Vertreter der politischen Linken in Deutschland an den Tag legen, wenn es um das Thema Umweltschutz geht. Da gibt es einen gemeinsamen Aufruf von Grünen und der SED-Linken, in dem die Soziale Marktwirtschaft als das ökologische Grundübel definiert wird. Wörtlich heißt es dort: „Wir müssen den Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang und seinen Ausbeutungsmechanismen überwinden.“ Das hätten Erich Honecker und Stasi-Chef Mielke nicht besser formulieren können. Genauso dümmlich einige Aktivisten von Fridays for Future, die vor dem Reichstag ein Transparent entfalteten mit der Aufschrift „Capitalism Kills“.

„DDR“ war der größte Umweltverschmutzer

Diese Aussagen erinnern diejenigen, die mit wachem Verstand die deutsch-deutsche Geschichte beobachtet und begleitet haben, an die ehemalige „DDR“-Führung, die auch immer erklärt hat, dass nur im Sozialismus der Mensch im Einklang mit der Natur leben könne, da die Produktion nicht mehr von der Profitgier der Konzerne, sondern von den Bedürfnissen der Gesellschaft bestimmt werde. Soweit die Theorie, die auch heute von den Linken in Deutschland nach wie vor vertreten wird.

Fakt ist, kein anderes Land in Europa hat so viel Schwefeldioxid und Staub ausgestoßen wie die „DDR“.

- Pro Einwohner und Jahr gelangten 1988 313 Kilo Schwefeldioxid (SO2), 532 Kilo Staub in die Luft; 17-mal mehr als in der alten Bundesrepublik.

- 54 Prozent der Waldfläche waren 1989 geschädigt.

- 50 Prozent der Flüsse waren 1989 biologisch tot.

- 70 Prozent der großen Flüsse durften in der „DDR“ nicht mehr für Trinkwassergewinnung genutzt werden.

- 25 Prozent der Seen und Talsperren waren so verschmutzt, dass kein Trinkwasser gewonnen werden durfte.

Wie konnte es dazu kommen?

Der Historiker Hubertus Knabe hat dies in einem Beitrag in der Zeitung „Die Welt“ treffend formuliert. Effektiver Umweltschutz kostet nämlich Geld, das zuvor erwirtschaftet und erarbeitet werden muss. Und genau diese Innovation- und Produktivitätsschwäche der sozialistischen Planwirtschaft führten zu einem eklatanten Mangel an Investitionsmitteln. Nur 1,7 Prozent aller wirtschaftlichen Investitionen flossen in den Umweltschutz. Häufig hat die „DDR“ nicht einmal über die Instrumente verfügt, die zur Messung von Schäden zwingend notwendig sind. Die Stadt Dresden hat 1989 erst ein Gerät zur Reinigung ihrer völlig verschlammten Abwasserkanäle erhalten – als Geschenk ihrer Partnerstadt Hamburg!

Nur am Rande sei erwähnt, dass Umweltdaten in der „DDR“ einer extremen Geheimhaltung unterlagen. Das heißt, die damalige SED-Führung (SED ist Zeichen heutiger Linker) hat wissentlich die gesundheitliche Schädigung ihrer Bevölkerung in Kauf genommen.

Erfolge seit der Wiedervereinigung

Bei der hysterischen Debatte über die Klimapolitik wird leider viel zu wenig erwähnt, welche Erfolge gerade in Deutschland erzielt wurden:

- Staubbelastung minus 81,8 Prozent zwischen 1990 und 2017

- Stickstoffeintrag um über 50 Prozent zurückgegangen

- Phosphoreintrag um 70 Prozent

- Die Flüsse in den neuen Bundesländern sind alle (!) wieder biologisch lebendig

- Aus allen kann wieder Trinkwasser gewonnen werden

- Seen und Talsperren haben Badequalität

dank der Sozialen Marktwirtschaft.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe10/2019