Wetzlar will 28 Millionen Euro in die Feuerwache 1 investieren!

In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurde über eine immense Investition in den Hauptstützpunkt der Wetzlarer Feuerwehr beraten und beschlossen. Es soll für über 28 Millionen Euro ein Neubau in der Ernst-Leitz-Straße entstehen. Für uns als CDU-Fraktion ist es wichtig, dass die Kameradinnen und Kameraden der Wehren die bestmögliche Ausstattung für ihren Dienst an die Hand bekommen, damit sie die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten können und dabei den größtmöglichen Eigenschutz genießen. Für die Wehren ist neben der materiellen Ausstattung auch der ideelle Wert eines repräsentativen Neubaus Anerkennung und Dank für den ehrenamtlichen Einsatz!

Skeptisch wurden wir, als wir den Preis für den Neubau erfuhren. In den vergangenen Jahren wurden stets 14 Millionen Euro für die Neugestaltung der Feuerwache 1 aufgerufen. Die Steigerung der Kosten um 100 Prozent hat uns stutzig gemacht. Auf unsere Fragen in den Ausschüssen, worin die Kostensteigerung begründet ist, gab es keine oder nur unzureichende Antworten. Darüber hinaus sind in der neuen Feuerwache 1 Kapazitätsreserven (Fahrzeughallen und Büroräumen) geplant. Da es Stadtteilwehren gibt, die in regelrechten Bruchbuden untergebracht sind, bestand für uns die Gefahr, dass der Magistrat eine Zentralisierung einzelner Wehren am Standort der Feuerwache 1 plant. Eine Zentralisierung hielten wir für falsch!!!

Diese beiden Punkte haben uns veranlasst, den Wunsch zu äußern, nochmals in den Ausschüssen über dieses Projekt zu diskutieren. Erst in der Stadtverordnetenversammlung hat OB Wagner im Detail erläutert, woher die Kostensteigerungen kommen. Darüber hinaus hat er in der öffentlichen Sitzung erklärt, dass keine Zentralisierung geplant ist.

Für uns ist die Dezentralität gerade in diesem Fall besonders wichtig, weil die Feuerwehren neben der Gewährleistung der Sicherheit auch einen großen Beitrag zum Vereinsleben und damit zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in den einzelnen Bezirken leisten. Wir haben, nachdem unsere Bedenken ausgeräumt wurden, auf eine neuerliche Diskussion in den Ausschüssen verzichten können und dem Neubauprojekt gerne zugestimmt.

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Michael Hundertmark
Michael Hundertmark
Aktuelle Ausgabe12/2019