MdB Hans-Jürgen Irmer ebnet Weg

neue Kooperationen mit Schulen in Kroatien
Wetzlar - Zagreb und
Dillenburg - Vinkovci

Wenn es gut läuft - und alle Beteiligten zeigen sich willens, die Sache zu einem Erfolg zu führen - dann werden vielleicht schon im nächsten Jahr Schul-Kooperationen der Theodor-Heuss-Schule in Wetzlar und der Gewerblichen Schulen in Dillenburg mit zwei kroatischen Schulen zustande kommen: mit der Ersten Wirtschaftsschule in der Hauptstadt Zagreb und der Technischen Schule Ruder Boskovic in der 300 Kilometer östlich der Metropole gelegenen 35.000-Einwohner-Stadt Vinkovci.

Vertreter der vier genannten Schulen haben sich in Wetzlar erstmalig getroffen: Evelyn Benner, Leiterin der Theodor-Heuss-Schule, Jonas Dormagen, Leiter der Gewerblichen Schulen Dillenburg, Nenad Travar, Leiter der Ersten Wirtschaftsschule Zagreb, und Mate Vukusic, Leiter der Technischen Schule Vinkovci. Ebenfalls beim ersten „Beschnuppern“ dabei waren der kroatische Generalkonsul Vedran Konjevod aus Frankfurt und Studienrätin Mandy Gramenz von der Theodor-Heuss-Schule.

„Eingefädelt“ hat das Treffen der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer als Ergebnis eines Gesprächskontaktes mit dem seinerzeitigen Botschafter Kroatiens in Berlin, Goran Grlic Radman, der mittlerweile Außenminister seines Landes ist. „Es gibt nichts Besseres für junge Menschen, als in persönlichen Kontakt mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern zu treten. Das sehe ich als meine Aufgabe an“, machte Irmer deutlich und sieht dazu in der Förderung von Städte- und Schulpartnerschaften, „wo immer es geht“, den besten Weg.

Evelyn Benner und Jonas Dormagen sehen gute Chancen für einen „fruchtbaren Austausch“, vor allem auch dann, „wenn die Chemie stimmt“. Der zweitägige Aufenthalt der kroatischen Gäste Wetzlar diente nicht zuletzt diesem persönlichen Kennenlernen, aber auch dem Austausch von Informationen und Fakten bezüglich der vier kooperationsbereiten Schulen. „Es harmoniert sehr gut“, so Benner und Dormagen. Der Funke des Gedankens, Türen aufzustoßen, so wie es Hans-Jürgen Irmer vorschwebe, sei übergesprungen. Sich gemeinsam technischen Projekten zu widmen, ist laut Dormagen und Benner sehr sinnvoll. Beide sind, wie auch ihre Kollegen aus Kroatien, zuversichtlich, dass aus diesen Anfängen heraus „Nachhaltiges erwächst“.

Mit internationalen Partnerschaften, unterstützt durch das „Erasmus Plus“-Projekt der Europäischen Union, haben beide Schulen Erfahrung. Die Theodor-Heuss-Schule mit Partnerschulen in Polen und Frankreich und die Gewerblichen Schulen Dillenburg als „Europaschule“ ohnehin in vielfältiger Weise. Neu für beide sind nun konkrete Kontakte in den südosteuropäischen Bereich. Aber, so die übereinstimmende Meinung: die Schulprogramme sind kompatibel, auch im Blick auf die Vorbereitung junger Menschen auf ein Studium.

Hans-Jürgen Irmer jedenfalls zeigt sich „sehr zufrieden mit dem, was sich da anbahnt“. Für den Bundestagsabgeordneten steht außer Frage, dass internationale Begegnungen unter jungen Menschen nachhaltig in deren Gedächtnis bleiben. Mit positiven Auswirkungen auf das Zusammenleben und -wirken in der Staatengemeinschaft Europas.

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Franz Ewert

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Aktuelle Ausgabe10/2019