Musik - Gespräche - Geselligkeit - gutes Essen - und die Deutsch-Österreichische Gesellschaft Wetzlar im Aufwind

7. Steirer-Abend im Michel Hotel
- der Partnerschaftsgedanke lebt
- aktuell 350 Mitglieder

Die Annalen der 1986 auf Initiative von Heinz Wenzel ins partnerschaftsgesellschaftliche Leben der Stadt Wetzlar hinein gegründeten Deutsch-Österreichischen Gesellschaft (DÖG) füllen sich in rasantem Tempo. Insbesondere nach der „Wiederbelebung“ des Vereins im Jahre 2012, nachdem er in ein „etwas schwieriges Umfeld“ geraten und auf nur noch 45 Mitglieder geschrumpft war. Der Gründungsvorsitzende Heinz Wenzel war 13 Jahre im Amt, ebenso lange sein Nachfolger Dieter Spory, dessen Verdienst es war, das „Schiffchen DÖG“ in den dann komplizierten Zeiten nicht untergehen zu lassen. 2012 wird als Jahr der Wende in die Historie der DÖG eingehen.

Um der deutsch-österreichischen Partnerschaft auf Seiten Wetzlars neues, aktives und emotionales Leben einzuhauchen, wurde der Vorstand, vor allem an der Spitze, neu besetzt. Das Amt des Vorsitzenden - auch Präsidenten - übernahm Hans-Jürgen Irmer mit dem Versprechen, Bewährtes zu reaktivieren und Neues mit Optimismus und Tatkraft anzugehen. Beides ist mittlerweile und anhand von Zahlen, Daten und Fakten nachweislich gelungen. Nicht zuletzt im Blick auf die Zahl der DÖG-Mitglieder, die innerhalb von sieben Jahren von gut 40 auf aktuell 350 gestiegen ist, was, da die Tendenz weiter steigend ist, auf eine baldige Verzehnfachung gegenüber 2012 hindeutet.

Wie gesagt: die Annalen füllen sich. Der Terminkalender der DÖG ist Jahr für Jahr gut gefüllt mit attraktiven Veranstaltungen und Fahrten, die immer „ausgebucht“ sind. Und mit dem zweijährig stattfindenden großen Steirer-Ball in der Stadthalle, dessen dritte Ausgabe auf den 25. April 2020 terminiert ist. Schließlich auch mit dem Steirer-Abend, der seit 2013 jährlich stattfindet und zu dem der Vorstand zum siebten Mal eingeladen, wegen des stetig steigenden Interesses der Mitglieder notwendigerweise in immer größeren Lokalitäten, so vor ein paar Tagen im Michel Hotel Wetzlar.

Hier begrüßte Vorsitzender Irmer 160 Gäste, darunter wie immer eine Delegation aus der Wetzlarer Partnerstadt Schladming mit Bürgermeisterin Elisabeth Krammel, den Gemeinderäten Lukas Seyfried und Astrid Wanke sowie Hansjörg Stocker vom Tourismus-Verband Schladming an der Spitze. Aus der Schar der DÖG-Mitglieder hob Irmer Peter Wenzel hervor, dessen Vater und Vereinsgründer Heinz sich sehr freuen würde angesichts des lebendigen Miteinanders und der Entwicklung in der DÖG sowie den partnerschaftlichen Beziehungen Wetzlar-Schladming. Peter Wenzel ist neben Gundi Rohde das einzig lebende und im Verein verbliebene Gründungsmitglied vom 17. September 1986. Von diesem allerersten Anfang ist Peter Wenzel bis heute als Schatzmeister für die Finanzen der DÖG verantwortlich. Hans-Jürgen Irmer selbst trat im Übrigen drei Tage nach der Gründungsversammlung der DÖG Wetzlar bei. Und zum 7. Steirer-Abend begrüßte der seit nun sieben Jahren amtierende Präsident mit dem 90 Jahre alten Mitglied Manfred Jäckel den ältesten Gast des Abends.

„Ihr kommt gerne nach Schladming und wir gerne nach Wetzlar, etwas Schöneres an partnerschaftlichem Leben gibt es gar nicht“, ließ Schladmings Bürgermeisterin Elisabeth Krammel in ihrem Grußwort wissen. Einer Einschätzung, der sich auch der Wetzlarer Partnerschaftsdezernent Karlheinz Kräuter aus Überzeugung anschloss. Kräuter sprach sich in Übereinstimmung mit den Vorstellungen des DÖG-Vorsitzenden Irmer dafür aus, seitens der Stadt Wetzlar mehr Bewegung in den Schüler- und Jugendbereich speziell auch unter Einbezug der Schulen in die partnerschaftlichen Verbindungen zu bringen.

Beim Steirer-Abend steht traditionell der gesellige Austausch im Mittelpunkt, das Tanzbein soll und wird dann wieder beim Steirer-Ball geschwungen. Und auch auf der kulinarischen Versorgung des Steirer-Abend-Publikums liegt stets ein besonderes Augenmerk. Das war 2019 im Michel Hotel nicht anders, wobei eigens mit Helmut Steinberger ein Schladminger Koch mit nach Wetzlar gekommen war, um an der schmackhaften und kreativen österreichisch-deutschen Melange des Buffets tatkräftig mitzuwirken.

 

Über den Autor

Franz Ewert

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