Wird Kortlüke Mitglied der Bürgerinitiative zum Erhalt der B49-Hochbrücke?

Heiß diskutiert wird in diesen Tagen, aber vor allen Dingen in den nächsten Monaten und Jahren die Frage: Welche Lösung gibt es für den geplanten Abriss der Hochbrücke über Wetzlar? Eine Variante aus dem grün geführten hessischen Verkehrsministerium sieht vor, von der B49, in Richtung Wetzlar kommend, vor Dalheim einen großen Bogen an Aßlar vorbei zu machen, auf die A45 auflaufend, so dass für die neue Trasse ein Streckenmehraufwand von ca. sechs Kilometern pro Fahrt und PKW notwendig ist.

Rechnet man nur einmal mit 40.000 Kraftfahrzeugen pro Tag mal sechs Kilometer, so sind das 240.000 Kilometer, die zusätzlich gefahren werden müssen. Rechnet man mit einem Verbrauch von nur 5 Litern pro 100 Kilometer sind das 12.000 Liter täglich, die notwendig sind, um diese zusätzliche Strecke zurückzulegen. Multipliziert mit 365 Tagen diskutieren wir über einen Sprit-Mehrverbrauch von etwa 4,4 Millionen Litern.

Vor diesem Hintergrund müsste Umweltdezernent Kortlüke sich an die Spitze der BI setzen und für einen Verbleib der Hochstraße eintreten. Es wäre durchaus zu prüfen, ob nicht auch eine Untertunnelung technisch machbar ist. Elbe und Themse sind untertunnelt, man müsste es zumindest in Form einer großen Lösung ergebnisoffen prüfen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Stadt positioniert.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe9/2019