CDU-Kreistagsfraktion besuchte Siegerland-Flughafen

Bedeutung nicht nur für das Siegerland, sondern auch für den Lahn-Dill-Kreis

Seit dem letzten Besuch der CDU-Kreistagsfraktion auf dem Siegerland-Flughafen im Jahr 2008 hat sich einiges verändert. Über das insgesamt vergrößerte Angebot wurden die Christdemokraten vom Geschäftsführer des Flughafens, Henning Schneider, und im Rahmen eines Rundganges in der Flugzeughalle von Air-Alliance-Manager Georg Müller-Breuer informiert.

Der auf 600 Meter Höhe gelegene Airport und damit der zweithöchste Flughafen Deutschlands, ist seit 1967 Verkehrsflughafen mit drei unterschiedlichen Landebahnen. Darunter befindet sich eine asphaltierte Landebahn von 1620 Meter Länge. Durch das vor einigen Jahren installierte Instrumentenlandesystem (ILS) kann der Flughafen heute auch bei ungünstiger Witterung und schlechter Sicht angeflogen werden. Durchschnittlich ca. 24.000 Flugbewegungen für den Regionalflughafen machen deutlich, dass er eine wichtige Stellung im Dreiländereck NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz hat. Eine Bedeutung hat er auch für den Lahn-Dill-Kreis. Unter den rund 200 Menschen, die rund um den Flughafen arbeiten, sind auch Pendler aus dem Lahn-Dill.

70 Prozent der Flugbewegungen sind geschäftlicher Natur. Rund 140 unterschiedlich kleine und große Flieger stehen in den Hangars. Die Luftfahrtunternehmen Air Alliance mit 14 Maschinen und Avanti Air GmbH haben ihren Sitz vor Ort, ebenso drei Flugschulen und einige weitere Unternehmen. Neben Unternehmen, die über eigene Flieger verfügen, kann man auch Flugzeuge bis zu einer Personenkapazität bis zu ca. 70 Personen chartern und so ohne den Stress und zeitlichen Vorlauf eines großen Flughafens zum Zielort weltweit gelangen.

Im Übrigen, so Schneider, würden viele Besucher auch das schöne Flughafen-Restaurant „Toscana Stübchen“ nutzen, das ab April ganztägig geöffnet sei. Von der Terrasse aus könne man nicht nur die Flieger beobachten, sondern auch die herrliche Landschaft genießen.

Die Bedeutung des Flughafens für die regionale Wirtschaftsstruktur ergebe sich aus wenigen Zahlen. Addiere man direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze, so käme man auf eine Zahl von ungefähr 600, die mit dem Flughafen in irgendeiner Form zu tun haben. Der Bruttolohn belaufe sich auf rund 22 Millionen Euro, die Bruttowertschöpfung auf rund 40 Millionen und die steuerlichen Effekte für Bund, Länder, Kommunen und die Sozialversicherung auf rund 15,6 Millionen.

Daran werde deutlich, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdL, die Kreisbeigeordneten Ulla Landau und Steffen Droß sowie die Abgeordneten Anna-Lena Bender und Franz-Ludwig Löw, dass der Siegerland-Flughafen auch für den Lahn-Dill-Kreis eine Bedeutung habe. Deshalb sei es schade, dass bei dem Imagefilm des Lahn-Dill-Kreises, der als Werbung nicht nur für Natur und Landschaft, sondern auch für potenzielle ansiedlungswillige Gewerbebetriebe gedacht sei, der Hinweis auf die unmittelbare Nähe dieses Regionalflughafens fehle. Denn bei rund 17.000 Flügen geschäftlicher Natur pro Jahr werde klar, dass darunter auch ein nicht unerheblicher Prozentsatz aus dem Lahn-Dill-Kreis sei, was die Bedeutung für diese Region untermauere.

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Aktuelle Ausgabe05.10.