Schülerbeförderung mit dem Taxi

204.000 Euro für 90 Asylbewerberkinder

In den letzten Monaten ist die CDU-Kreistagsfraktion mehrfach darauf angesprochen worden, dass schulpflichtige Kinder von Asylbewerbern mit dem Taxi in die Schule gebracht und wieder abgeholt würden. Dies nahm die Fraktion zum Anlass, Schuldezernent Heinz Schreiber (Grüne) anzuschreiben und um offizielle Informationen zu bitten.

Der Schuldezernent teilte daraufhin mit, dass im Schuljahr 2015/2016 90 Flüchtlingskinder im freigestellten Schülerverkehr, also mit dem Taxi, befördert worden seien. Insgesamt ging es um zwölf Schulstandorte in diesem Schuljahr. Dort wurden sogenannte Intensivklassen eingerichtet mit dem Ziel, verstärkt und intensiv Deutschkenntnisse zu vermitteln.

Für diese Taxifahrten sind im genannten Schuljahr 204.435,71 Euro angefallen. Zur Begründung für die Beförderung mit dem Taxi führte Schreiber an, dass, da nicht an jeder Schule Intensivklassen vorhanden seien, durch Zuweisungen weite Fahrtwege für die Kinder entstehen würden, so dass sie teilweise mehrfach umsteigen müssten. Für Kinder, so Schreiber, die in diesen Klassen beschult würden, sei es aufgrund des Alters und der Sprachkenntnisse nicht möglich, die Wege selbstständig zu bewältigen.

Dies mag im Einzelfall und in der Anfangsphase eines Schulbesuches so sein. Um den Kindern innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes zu ermöglichen, den Schulweg eigenständig zu bewältigen, könnte man mit ihnen gemeinsam die Verbindungswege abfahren. Dies würde dem Steuerzahler viel Geld ersparen.

Aktuelle Ausgabe10/2017