Hessens Justiz erhält 224 zusätzliche Stellen, darunter 65 Richter und Staatsanwälte

Ohne jeden Zweifel ist die Belastung der hessischen Justiz in den letzten Jahren gewachsen, nicht zuletzt auch durch die steigende Zahl von Asylklagen. So unberechtigt sie in der Regel auch sein mögen, sie müssen abgearbeitet werden. Deshalb hat die Landesregierung beschlossen, so Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU), in den Entwurf des Landeshaushaltes 2018/2019 224 zusätzliche Stellen vorzusehen, darunter 65 für Richter und Staatsanwälte. 14 Stellen gehen in den Justizvollzug, darunter sechs Posten für Hundeführer, die mit ihren Tieren Handys und Drogen in den Gefängnissen aufspüren können. Jeweils acht neue Stellen sind für Gerichtsvollzieher vorgesehen und für die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität.

Für die Zukunft wichtig aus Sicht der Ministerin, die Einrichtung einer englischsprachigen Kammer für internationale Finanz- und Handelsfragen in Frankfurt. Die Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt werde durch den Brexit deutlich gestärkt werden, so dass sich hier völlig neue Betätigungsfelder und Entwicklungschancen eröffnen.

Aktuelle Ausgabe12/2017