MdL Ismail Tipi hat klare Positionen zu Salafismus und Islamismus - und rät der deutschen Gesellschaft dringend:

„Aufwachen, denn es geht um unsere Kinder und unsere Zukunft“

Seit vielen Jahren warnt der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi aus Heusenstamm vor dem Salafismus. Die Zahl der Salafisten beläuft sich offiziell auf etwa 9000, davon gut 1500 in Hessen. Und laut Verfassungsschutz sind in Deutschland „850 laufende Zeitbomben unterwegs“. Der 1959 in Izmir geborene türkischstämmige Deutsche kam in Izmir zur Welt. Kurz darauf gehörte sein Vater zur ersten Gastarbeitergeneration in Deutschland. Auf Einladung der CDU Lahn-Dill nahm Tipi im Bürgerhof Katzenfurt vor mehr als 50 interessierten Zuhörern zum Thema Salafismus und Islamismus in Deutschland Stellung und war sich dabei mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Irmer einig, dass gegen Salafisten strikt vorgegangen werden müsse, „um unsere Werte und unsere Heimat, um Einigkeit und Recht und Freiheit zu schützen“.

Klartext reden! Endlich handeln!

„Politiker haben die Pflicht, Klartext zu reden“, so der Moslem Tipi, der in diesem Sinne ausdrücklich ein Lob auf Irmer aussprach: „Die CDU an Lahn und Dill kann stolz auf einen solchen Vorsitzenden sein: Wir brauchen mehr Bosbachs, Spahns und eben Irmers.“ Im Gegensatz zur offiziellen Statistik sieht Ismail Tipi etwa 40.000 Anhänger des Salafismus in Deutschland. Schlimmer noch: Vier bekannte salafistische Hassprediger brächten es im Facebook auf 430.000 „gefällt mir“-Klicks. Und die Zahl der jungen Deutschen in „German-Camps“ genannten terroristischen Ausbildungslagern in Syrien, Afghanistan oder im Irak belaufe sich auf 1200. Das sei mehr als bedenklich und sehr gefährlich: „Der IS ist mitten unter uns - und der IS spricht deutsch“, so Tipi.

Vom Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ distanziert sich Ismail Tipi ausdrücklich. „Die Muslime, die hier leben, sind Teil Deutschlands und gehören deshalb zu diesem Land, der Islam aber nicht!“ Allerdings bekomme er, der schon 1984 öffentlich vor dem radikalen Islamismus gewarnt habe, „Bauchschmerzen“, wenn er sehe, was sich in den letzten Jahrzehnten in Deutschland entwickelt hat. Er selbst werde von Islamisten bedroht. Wirkliche Angst mache ihm aber die „Angst der Gesellschaft“ angesichts von Islamismus und Salafismus, die zum Beispiel dazu führe, dass das christliche Kreuz abgehängt und versteckt oder beispielsweise Weihnachtsmärkte in Lichterfeste umbenannt werden und dennoch mittlerweile mit Betonklötzen geschützt werden müssen.

Keine Toleranz für Intolerante!

„Wir müssen aber die Probleme beim Namen nennen, wir müssen die Gefahren erkennen, sie endlich ernst nehmen und dagegen angehen - es geht letztlich um unsere Kinder und unsere Zukunft“, so Tipi, der dazu aufruft, „die Fässer endlich aufzumachen, sonst stinkt deren Inhalt irgendwann zum Himmel“. Denn Islamisten wollten die Zeit zurückdrehen. Dabei sei es ein Irrglaube, „dass die große Mehrheit der friedlichen Muslime uns vor Extremisten und Terroristen schützen kann“. Die Gesellschaft müsse endlich aufwachen und aufstehen und handeln gegen diese Gefahren. Es müsse Schluss sein mit der in Deutschland vorherrschenden, aber falsch verstandenen und damit grundfalschen Toleranz der „Political Correctness und der Multi-Kulti-Träumer“ gegenüber der salafistischen und islamistischen Gefahr. Toleranz gegenüber den Intoleranten sei völlig fehl am Platze, denn: „Für den Erfolg der Bösen reicht es, dass die Guten nichts tun.“

Abschieben von Gefährdern und „Schläfern“!

Der CDU-Landtagsabgeordnete vermisst in Deutschland „die Lichterketten und empörten Aufschreie der Demokraten“ angesichts der tausendfachen bestialischen Morde der islamistischen Terroristen weltweit ebenso wie die Solidarität mit den Opfern. Tipi fordert ein landesweit gültiges Betätigungsverbot von Salafisten und Islamisten, die Festsetzung und Abschiebung von Gefährdern und „Schläfern“, ehe sie zu Terroristen werden. Kriminell gewordenen Salafisten müsse die deutsche Staatsbürgerschaft auch wieder aberkannt werden können. Er beklagt, dass der Doppelpass leider „inflationär“ verteilt wurde. Tipi wünscht sich „Deutsche verschiedener Herkunft“ im Land, aber keine „Ausländer mit deutschem Pass“. Und er spricht sich für ein Verschleierungsverbot aus Sicherheitsgründen aus. Wenn in Deutschland die Gefahren, die von Salafisten und Islamisten ausgehen, nicht endlich wirkungsvoll bekämpft werden vor allem auch politisch -, dann sieht Tipi „Straßenschlachten, Mord und Totschlag“ voraus. Und schon vor vier Jahren, so erinnerte der CDU-MdL aus Heusenstamm, habe der IS damit gedroht, den Europäern - und damit auch den Deutschen – „den Schlaf zu rauben“. Diese Warnung müsse leider sehr ernst genommen werden.

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Aktuelle Ausgabe8/2017